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19.03.1976 - 

Stellwag + Partner, Ludwigsburg: Erfahrungen mit einem Datev-Terminal

Kostenvorteile durch Arbeitsteilung

Innerhalb des Geschäftsbereiches "Organisationsberatung und Datenverarbeitung" ist die Steuerberatungsgesellschaft Dr. Stellwag + Partner, Ludwigsburg, als EDV-Service-Büro für Klein- und Mittelbetriebe tätig.

Als "Datev-Genosse" sind wir 1974 der Parole "Intelligente Terminals ins Steuerberaterbüro - DFÜ zur Datev" gefolgt und haben die Methode der "Datenfernverarbeitung per Postpaket" über Bord geworfen.

Bis dato wurden die Klienten-Daten auf drei mechanischen Lochstreifenstanzern vom Typ Olivetti Telebanda 1731 erfaßt und per Post an das Datev-Rechenzentrum nach Nürnberg geschickt.

Vom Versand des Datenträgers bis zur Rückzustellung der EDV-Auswertungen vergingen zirka vier bis fünf Tage. Bei den von uns in der letzten Zeit stark geförderten, aber sehr zeitkritischen Lohnauswertungen dauerte das zu lange. Deshalb erfolgte der Übergang auf ein neues Erfassungs- und Abrufkonzept: Der Einsatz eines intelligenten Terminals zur Datenerfassung und Kommunikation mit dem Datev-RZ. Die Wahl fiel auf das Terminal TA 1000 D (das D steht für Datev) von Triumph-Adler.

Postweg zu langsam

In der ersten Ausbauphase werden die auf Magnetbandkassetten erfaßten Daten nachts bedienerlos über das Fernsprechwählnetz vom Datev-Rechenzentrum abgerufen und verarbeitet. Die Rücksendung der Auswertungen erfolgt per Post. Zusätzlich kann der Anwender am frühen Morgen die Verbindung selber aufbauen und die Datenübertragung veranlassen.

Geplant ist, zeitkritische Auswertungselemente (zum Beispiel Lohn) im Wege der Datenrückübertragung kurzfristig vom Rechenzentrum auf die Kassettenstation des Terminals abzurufen und anschließend auf dem Terminaldrucker in Listenform auszudrucken.

Als Datev-Testanwender haben wir über das Online-Terminal Zugriff auf (...) 20 000 überwiegend im Volltext gespeicherte Dokumente der Datev-Steuerrechtsdatenbank. Sie wurde bekanntlich als erstes vergleichbares Modell in Europa vor gut einem Jahr für den Dialogbetrieb durch die Mitglieder freigegeben.

Aus den von der Datev nach längeren Tests freigegebenen Terminals verschiedener Hersteller haben wir uns nach eingehenden Hardware-Vergleichen für die Installation des Systems TA 1000/D mit folgender Konfiguration entschieden: 4 K Bytes Hauptspeicher, Magnetband-Kassettenstation (Kapazität 2x255 000 Bytes), Mosaikdrucker (140 Zeichen/ Sek.) und DFÜ-Steuereinheit (600 bis 4800 Baud, Halbduplex, BSC-Prozedur).

Kostenvorteil 55 Prozent

Der mit der Installation des TA 1000-Terminals vollzogene Übergang zur Datenfernverarbeitung bietet uns jetzt die Möglichkeit, die kostenmäßigen und organisatorischen Vorteile der externen Datenverarbeitung mit denen der Direktverarbeitung im Steuerberatungsbüro günstig zu kombinieren.

Eine vor der Installation vorgenommene Wirtschaftlichkeitsberechnung ergab für diese Lösung einen Kostenvorteil von rund 55 Prozent gegenüber der kompletten internen Verarbeitung der bisher angefallenen Datenmengen.

Heute belaufen sich die monatlichen Fixkosten für Hardware, Modern, Fernsprechgrundgebühr und Wartung auf etwa 1100 Mark. Gegenüber der herkömmlichen Datenerfassung auf den mechanischen Lochstreifengeräten ist eine Kostenersparnis von insgesamt 12 Prozent festzustellen. Die Zeitersparnis bei der Datenerfassung gegenüber der herkömmlichen Methode liegt bei zirka 50 Prozent.

Auch für Direktverarbeitung

Die gegenwärtig installierte Konfiguration soll in Kürze um eine Magnetband-Kassettenstation erweitert werden, um beim Nachtabruf die Bänder mehrerer Erfassungsstationen übertragen zu können. In Verbindung mit einem Hauptspeicherausbau um 4 K sind dann auch die Voraussetzungen getroffen, kanzlei-spezifische Arbeiten (Honorarabrechnungen, Bilanzerstellung, Terminüberwachung und Mandantenpflege) direkt im Hause durchzufahren.

* Dieter Barz ist Unternehmensberater bei Dr. Stellwag + Partner GmbH, Ludwigsburg