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27.08.2004 - 

Aktie der Woche

KPN: Königliche Ertragskraft aus dem Festnetz

Bei nahezu allen ehemals staatlichen TK-Gesellschaften lief die Entwicklung der vergangenen Jahre ähnlich ab: Erst kam der Börsengang, anschließend teure Zukäufe im Ausland, zuletzt beinahe ruinöse UMTS-Lizenzen. Noch heute sind die meisten TK-Bilanzen von hohen immateriellen Vermögensgegenständen (Lizenzen und Firmenwerte) sowie Schuldenbergen geprägt. Deren Abbau gelingt allen Ex-Monopolisten dank hoher freier Cashflows jedoch relativ gut.

Dies gilt auch für die niederländische KPN. Der Carrier fokussiert sich heute auf das Festnetz- und Mobilfunkgeschäft im Heimatland, auf E-Plus in Deutschland und BASE in Belgien. Die zeitweise mit 23 Milliarden Euro verschuldete Gesellschaft konnte bis heute dank einer Kapitalerhöhung und beständiger freier Cashflows den Schuldenstand auf zuletzt rund zwölf Milliarden Euro senken. Jüngst wurden sogar wieder eine Dividende gezahlt und zudem eigene Aktien gekauft.

"Cashcow" des Unternehmens mit 468 Millionen Euro operativem Gewinn bei 1,8 Milliarden Euro Umsatz (zweites Quartal) ist die Festnetzsparte, die allerdings unter sinkenden Einnahmen leidet. Die Mobilfunktochter KPN Mobile konnte im ersten Quartal bei einem um 6,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz nur einen stagnierenden operativen Ertrag von 162 Millionen Euro erreichen. Erfreulich entwickelt sich hingegen E-Plus (Umsatz plus 13 Prozent auf 641 Millionen Euro), die Nummer drei im deutschen Mobilfunkmarkt. Bilanziell ist festzuhalten, dass die immateriellen Vermögensgegenstände (8,44 Milliarden Euro) das Eigenkapital von 6,8 Milliarden Euro noch übersteigen. Jedoch steht KPN infolge der hohen Ertragskraft auf einem soliden Fundament. Auch ist die Aktie nicht zu teuer. (ajf)

Stephan Hornung und Christian Struck*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.