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14.11.1997 - 

BT und GTE haben das Nachsehen

Kräftiger Aufschlag sichert Worldcom MCI-Übernahme

Der bis dato größte Deal der Wirtschaftsgeschichte scheint perfekt: Die US-Telefongesellschaft Worldcom wird für 37 Milliarden Dollar MCI, den bisherigen Branchenzweiten im US-TK-Markt, übernehmen. Beide Carrier gaben Anfang der Woche die entsprechende Fusionsvereinbarung bekannt. Danach soll der Merger in Form eines Aktientauschs realisiert werden, bei dem die MCI-Anteilseigner Worldcom-Aktien im Wert von 51 Dollar je MCI-Aktie erhalten. Die neue Unternehmensgruppe dürfte es - vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre sowie der Kartellbehörden - 1998 auf einen kumulierten Umsatz von rund 30 Milliarden Dollar bringen.

Wieder einmal scheint es gelungen zu sein, die Analysten zu überraschen - deutete in der seit Wochen andauernden Übernahmeschlacht um MCI zuletzt doch alles darauf hin, daß es zu einem Dreierbündnis zwischen MCI, GTE und BT kommen würde.

Anfang dieser Woche machte Worldcom-Chef Ebbers jedoch Nägel mit Köpfen und erhöhte sein Angebot an die MCI-Anteilseigner von zunächst 41,50 auf 51 Dollar je MCI-Aktie. Der bisherige MCI-Partner BT, mit dem sich die Amerikaner ursprünglich längst handelseinig waren, wird von Worldcom mit 51 Dollar je MCI-Aktie in bar abgefunden. Darüber hinaus erhält BT 465 Millionen Dollar als Entschädigung für den Bruch der vorläufigen Fusionsvereinbarung mit MCI. Das bisherige Joint-venture Concert soll weiterbestehen.

BT-Chairman Iain Vallance sprach in einer Stellungnahme von einem Abkommen, mit dem sein Unternehmen leben könne. Man habe die Interessen der eigenen Aktionäre gewahrt und sich "die Flexibilität gesichert, die eigene Internationalisierungsstrategie auch in Zukunft mit einer starken Präsenz im US-Markt zu begleiten". Insider werten dies als vornehme Umschreibung des Rückzugs. Daß sich die Briten nun für das Geld entschieden haben, wird allgemein als Ende der Global-Player-Träume in London angesehen.