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06.05.1983 - 

Der Markt für OEM-Minicomputer kommt in Bewegung:

Kraftzwerge werden immer kommerzieller

WIESBADEN (nw) - Der Markt für Minicomputer kommt in Bewegung: Erwirtschafteten 1981 die Kraftzwerg-Hersteller noch 19 Prozent Ihres Umsatzes mit OEMs, die sich auf technisch-wissenschaftliche Anwendungen spezialisiert haben, so soll sich dieser Anteil bis 1987 auf 14 Prozent reduzieren. Insgesamt wird sich damit der jüngsten Studie der International Data Corp. (IDC) zufolge. Im gleichen Zeitraum der Anteil der kommerziellen Anwendungen am Gesamtmarkt von 49 auf 65 Prozent erhöhen.

Den technischen OEM-Markt für sich allein betrachtet, prophezeihen die Marktforscher für den Untersuchungszeitraum 1981 bis 1987 durchschnittliche jährliche Zuwachsraten von 13 Prozent. Die Hersteller werden sich dabei allerdings laut IDC mit einem Wachstum von elf Prozent zufriedengeben müssen.

Der Grund hierfür liege darin, daß vom Wertzuwachs der Hard- und Software-Produkte sowie der Serviceleistungen zunehmend die Systemhäuser profitierten. Insgesamt jedoch können die Minnesänger in Europa ebenfalls mit einige Zuwachs rechnen. Denn der IDC-Studie zufolge wird sich ihr OEM-Umsatz bis 1987 verdoppelt haben. Damit sollen dann Minis im Wert von rund 800 Millionen Dollar für technische OEMs produziert werden.

Vor allem der steigende Bedarf an spezialisierter Hardware erhöhe die Nachfrage nach OEM-Ware. Denn die Systemhäuser können beispielsweise Sensoren für Prozeßkontrolle oder spezialisierte Arbeitsplätze für CAD schaffen. Der Grad, bis zu dem ein OEM bereit ist, ein System zu individualisieren, hänge dann davon ab, inwieweit die Anwendungsanforderungen von standardisierter Software erfüllt werden können. Eine ebenso wichtige Rolle spielt IDC zufolge dabei natürlich auch Umsatzerwartung und potentielle Absatzzahl. Falls diese groß genug seien, könne durchaus eine Vielzahl von Optionen in ein Paket eingeschlossen werden, wie es oft auf dem CAD-Sektor gehandhabt werden.

Alternativ erreichten viele Systemhäuser auch ein zusätzliches Absatzpotential dadurch, daß sie eine zwischengeschaltete Programmiersprache entwickelten. Diese Sprache sei dann ausschließlich für die gewünschte Anwendung geeignet und überlasse es dem Endbenutzer, einen Rest an Software selbst zu produzieren. Dies sei beispielsweise bei automatischen Testsystemen der Fall.

Informationen über die Studie: "Der Markt für technisch-wissenschaftliche OEM-Computer" gibt die International Data Corp. (IDC), Martinstr. 14, 6200 Wiesbaden, Tel.: 0 61 21/37 70 86.