Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Xerox-Toner-Zusammensetzung geändert:


25.04.1980 - 

Krebserregende Tinte?

ROCHESTER (to) - In den Verdacht, eine gesundheitsschädliche Trockentinte auf etwa der Hälfte ihrer Geräte im Einsatz gehabt zu haben, geriet der Kopiergerätehersteller Xerox Corp. Der Vizepräsident des Unternehmens, Horace Becker, erklärte, er glaube zwar nicht an die schädigende Wirkung des fraglichen Tonerbestandteils "Nitropyren", Xerox habe jedoch vorsichtshalber die Bezugsfirma Cabot Corp., Boston, veranlaßt, den Stoff zu ersetzen.

Einem Bericht der Zeitung "Washington Star" zufolge legte im vergangenen Monat ein Forschungsteam der Universität Texas auf der Jahresversammlung der Environmental Mutagen Society in Nashville Laboruntersuchungsergebnisse vor, die krebserzeugende Eigenschaft des Tonerbestandteils nachweisen.

Zwar hat Xerox sich dazu entschlossen, die möglicherweise gefährliche Substanz im Rußschwarz abzusetzen. Die an Kunden ausgelieferten Bestände wurden nach Unternehmensangaben jedoch nicht eingezogen.

Wie Vertreter der deutschen Tochter Rank Xerox mitteilten, ist der zur Diskussion stehende Stoff auch in der Bundesrepublik einigen Tonern beigemischt. Eine gesundheitsschädigende Wirkung sei nicht nachzuweisen, jedoch bestehe Anlaß, die Untersuchungsreihen fortzusetzen. Die medizinischen Untersuchungsberichte von mehreren tausend Beschäftigten wiesen ebenfalls keine "unüblichen Gesundheitsschäden" aus.

In der offiziellen Stellungnahme heißt es wörtlich: "Die mit dem Toner-Zusatz in Verbindung stehende chemische Verunreinigung wurde im Maximum mit 10-15 Partikel pro Million in einigen Tonern vorgefunden. Die gegenwärtig für und von Xerox hergestellten Toner haben einen so geringen Anteil davon, daß er gar nicht genau meßbar ist (ungefähr 0,15 Partikel pro Million). Xerox hat sofort in Verbindung mit dem Tonerhersteller Schritte unternommen, um dieses Element zu einem nicht mehr meßbaren Anteil weiter zu reduzieren."