Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

03.01.1997

Kreuzworträtsel soll zum Lernen motivieren

CW: Wie beurteilen Sie den bisherigen Erfolg des VR-Lernprogramms?

von Gruchalla: Die Rückläufe sind bislang gering, doch ich bewerte den bisherigen Erfolg als befriedigend bis gut. Die Mitarbeiter haben das VR-Programm positiv aufgenommen aus zeitlichen Gründen wurde es bisher noch nicht optimal genutzt.

CW: Aus welchen Gründen haben Sie sich beim VKD-CBT für die Einbeziehung von Virtual Reality entschieden?

von Gruchalla: Unser Ziel war es, mit dem CBT-Programm die Vertriebsorganisation VKD mit allen Produkten, für die sie zuständig ist, zu präsentieren. Mit Virtual Reality konnten wir überzeugender zeigen, daß die VKD eine gemeinsame Organisation der Bereiche öffentliche und private Netze darstellt, in der wir kundenorientierter als zuvor für gesamtheitliche Lösungen agieren und etwas bewegen können.

CW: Wie finden sich die Mitarbeiter im System zurecht? Ist die Resonanz bei verschiedenen Zielgruppen unterschiedlich?

von Gruchalla: Es gibt keine Klagen, die Orientierung ist einfach. Alle Zielgruppen akzeptieren das System.

CW: Was tun Sie, damit die Mitarbeiter das Lernprogramm auch tatsächlich durcharbeiten?

von Gruchalla: Bisher nehmen wir keine Erfolgskontrollen vor. Wir überlegen allerdings, ob wir eine Art Zertifikat in das Programm integrieren, um die Mitarbeiter stärker zum Selbstlernen zu ermuntern. Um der natürlichen Trägheit des Individuums entgegenzuwirken, haben wir zunächst erwogen, Prüfungen anzuschließen oder den Mitarbeiter nach Hause zu schicken, wenn er sich nicht mit dem CBT-Programm auf das Seminar vorbereitet hat. Doch diesen Gedanken haben wir wieder verworfen. Das Problem muß anders gelöst werden, zum Beispiel durch Weiterbildungsgespräche zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Ergänzend könnte ein Kreuzworträtsel in das CBT integriert werden, so daß der Mitarbeiter, wenn er mit dem kompletten Programm durch ist, ein Lösungswort erhält, das er einreichen kann und für das er eine Belobigung oder ähnliches bekommt.

CW: Akzeptieren die Trainer CBT?

von Gruchalla: Die Trainer haben erkannt, daß die Integration von CBT sie entlastet. Somit besitzen sie größeren Entwicklungsfreiraum für neue Aufgaben. Auch bei diesen Mitarbeitern müssen aber die Führungskräfte Überzeugungsarbeit leisten.

CW: Worauf kommt es bei der Entwicklung und dem Einsatz von CBT am meisten an?

von Gruchalla: Die zu vermittelnden Informationen müssen aktuell und interessant dargeboten sein. Der Benutzer muß neugierig gemacht werden und beim Arbeiten Spaß haben. Das läßt sich zum Beispiel durch Virtual Reality bewirken. Die Navigation durch den virtuellen Raum erfolgt zwar zur Zeit noch etwas ruckelnd, aber demnächst wird sie sich verbessern und gleitender möglich sein.

CBT bei der Siemens AG

Bei der Siemens AG werden im Bereich Private Kommunikationssysteme seit 1990 CBT-Programme eingesetzt. Im Hinblick auf die weltweite Verwendung werden die meisten Kurse von vornherein mehrsprachig konzipiert. Durch die Kombination neuer Medien mit klassischem Training konnten Seminare zu einigen Produktthemen verkürzt werden. In der Regel werden Selbstlernprogramme für die Basisschulung genutzt und einem vertiefenden Seminar vorangestellt. Zum Verhaltenstraining plant Siemens bislang keinen CBT-Einsatz. Es gibt allerdings Programme zum Thema Projekt-Management. Neben firmenspezifischen Entwicklungen zu dem Telefonsystem Hicom, das Siemens mit der Tochtergesellschaft SNI sowie externen Firmen realisiert, werden außerdem Standard-CBTs eingesetzt, zum Beispiel zu Grundlagen der LAN-Technologie, ISDN und ATM. Für die Zukunft sind bereits weitere "echte" VR-Lernprogramme zu einzelnen Siemens-Produkten geplant.

Virtual Reality

Auch wenn der neue Duden den Begriff noch nicht kennt: Virtual Reality (VR) existiert bereits. Damit wird eine künstliche Umwelt simuliert. Der Anwender kann sich durch diese bisweilen täuschend echt wirkende Scheinrealität bewegen und den Verlauf des Geschehens (inter)aktiv steuern. Bislang wurde diese Technologie am häufigsten bei interaktiven Spielen, technischen Simulationen oder Informationssystemen eingesetzt. Erst langsam setzt sich die Erkenntnis durch, daß sich mit und in virtuellen Welten auch hervorragend lernen läßt. Mit VR können Sachverhalte mehrdimensional und damit sinnlich erfahrbarer als etwa auf Papier dargestellt werden. Außerdem wird der Anwender zur Aktivität gezwungen: Agiert er nicht, passiert auch nichts. Sicher eignet sich nicht jedes Schulungsthema für VR-Programme in Frage kommen vor allem Inhalte, bei denen es um Räumlichkeit geht.