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10.04.2007 - 

CW-Wert

Kriegsspielzeug

Aus den Zeiten des Kalten Kriegs sind die Beschränkungen bekannt, die insbesondere auf Druck der US-Regierung für die Lieferung von Technologiegütern in den Ostblock galten. Diese No-go-Aufstellung hat sich mit den geopolitischen Wandlungen verändert. Heutzutage versucht die US-Regierung, missliebige Potentaten subtiler in die Knie zu zwingen.

Ein Lieblingsfeind ist der Bush-Regierung ja bekanntlich der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il. Anders als sein iranischer Bruder im Geiste, Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad, löckt Kim Jong Il mit handfesten Atomraketendemonstrationen wider den großamerikanischen Stachel. Das muss bestraft werden.

Georg W. Bush hat deshalb zum ultimativen Schlag ausgeholt und kurzerhand verboten, dass lebenswichtige Güter in den Einflussbereich der nordkoreanischen Regierung gesandt werden. Hierzu gehört - Beweis für die Schlauheit des US-Präsidenten - auch Apples iPod. Der MP3-Player also, den Apple gerade zum einhundertmillionsten Mal verkauft hat. Fast jeder 60. Mensch besitzt somit die mobile Musikberieselungsmaschine. Nicht so Kim Jong Il. Der kann sich also nicht die Loyalität der nordkoreanischen Eliten mit geschenkten Luxusgütern erkaufen. Dabei wäre das so wichtig und funktioniert ja auch bestens - niemand weiß das besser als wir hier im Westen. Eine alte Siemensianische Weisheit lautet: "Geschenke erhalten die Profitmargen."

Seit die Bush-Regierung Ende Januar das Ausfuhrverbot von iPods nach Nordkorea verhängt hat, hört man nichts mehr von Atomraketenversuchen der Asiaten. Das dürfte die Falken in Washington darin bestätigen, dass politischen Gegnern nur mit härtesten Maßnahmen beizukommen ist.