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Krise der Informatik

25.08.1989

Eine "Krise der Informatik" hatte Dieter Eckbauer im Frühjahr 1988 ausgemacht. Sein Editorial (CW vom 4. März 1988) befaßte sich auch mit der DV-Arbeitsmarktproblematik. Aus aktuellem Anlaß (siehe Meinungen) drucken wir die Kolumne in Auszügen nach.

Die Krise der Informatik in der Bundesrepublik ist offenkundig: Für die einschlägige Forschung scheint es wichtiger zu sein, Lehrstühle zu sichern, als neue Entwicklungen anzustoßen; Know-how-Transfer zwischen Wissenschaft und Industrie findet nur dort statt, wo Förderpreise winken. Allgemein anerkannte DV- und Personal-Modelle, etwa für den Fertigungsbereich, fehlen; Berufsbilder, an denen man sich orientieren könnte, sind erst in Schemen zu erkennen.

Neben die Ausbildungsmisere tritt das Akzeptanzproblem. So ist die Spekulation auf den Informatiker-Boom in der Wirtschaft nicht aufgegangen - attraktive Jobs werden kaum angeboten. Und doch klagen viele Anwenderfirmen über Personalengpässe im Bereich Informatik. Das erscheint paradox - ist es aber nicht. Das Tauziehen um den DV-Nachwuchs entspringt ganz aktuellen Nöten: Das Problem des Anwendungsstaus ist bei den meisten Unternehmen nach wie vor ungelöst - die Suche nach Software-Entwicklern wird zum Dauerzustand. Fürs Programmieren sind die Informatiker aber nicht ausgebildet worden. Was die Anwender wollen, wissen sie selber nicht. Man muß wohl befürchten, daß es beim Löcherstopfen bleiben wird.