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Gläubiger scheinen dem US-Mainframer noch eine Chance zu geben, aber:


20.01.1989 - 

Krise von Control Data hält weiter an

MINNEAPOLIS (CW) - Die Control Data Corp. (CDC), wieder mal in großen finanziellen Nöten befindlicher US-Mainframer, wird auch bei einem verlustreichen Geschäftsjahr 1988 von ihren Bankengläubigern nicht in die Insolvenz getrieben werden. Dies erklärte jetzt der neue CDC-President Lawrence Perlman.

In seinem ersten Interview seit seinem Amtsantritt im Dezember 1988 versicherte Perlman, Control Data habe mit den Banken entsprechende Arrangements getroffen, die dem Unternehmen keine Probleme bereiteten - ganz gleich wie CDC 1988 abschließen werde. Der CDC-President weiter: "Wir werden mit diesen Verpflichtungen für 1988 nicht in Verzug sein."

Von Analysten verlautete hingegen, daß sich der Mainframer in Zahlungsschwierigkeiten befände und deshalb in den ersten sechs Monaten des neuen Jahres weitere Kredite in großer Höhe aufnehmen müsse. Die Verträge mit dem Gläubigerkonsortium, dem die Bankamerica Corp. vorsteht, würden solche Maßnahmen im Falle eines Jahresfehlbetrages bei CDC jedoch ausschließen. Andere Informanten erklärten hingegen, diese vertraglichen Vereinbarungen seien mittlerweile modifiziert worden. Die Bankamerica war dazu bislang zu keiner Stellungnahme zu bewegen.

In etwa zwei Wochen wird Control Data den Jahresabschluß 1988 bekanntgeben müssen. Dann erst wird sich zeigen, wie die geschäftliche Zukunft des Mainframers aussieht. CDC-President Perlman scheint derzeit die Flucht nach vorn anzutreten. In Anspielung auf die Krise des Unternehmens vor drei Jahren, als man der Insolvenz nur durch den Verkauf von Aktiva entging, erklärte er: "Die heutige Situation von Control Data ist eine ganz andere. Wir haben eine breitere Produktlinie und sind im Markt besser plaziert. So hatten wir 1985 zum Beispiel keine Wettbewerbsposition im Plattengeschäft." Höhere Umsätze, so glaubt Perlman, werden die Schwierigkeiten von CDC beheben können.