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08.02.2009 - 

Editorial

Krisen werden im Kopf entschieden

Ein Heft, das gegen die Krise anschreibt?

Ja ist die COMPUTERWOCHE denn von allen guten Geistern verlassen? Gerade erst meldet das Statistische Bundesamt für das vierte Quartal 2008 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent. Welche Drogen haben die denn genommen?

Gemach, gemach! Sie können getrost davon ausgehen, dass wir keine gemütsaufhellenden Stimulanzien zu uns genommen haben, als wir dieses Heft konzipierten. Richtig ist hingegen, dass wir ständig ein Gefühl hatten (und noch haben): Neben der einen medial vermittelten und von Interessenvertretern und Lobbyisten welcher Couleur auch immer behaupteten Wirklichkeit gibt es noch eine beziehungsweise mehrere andere.

Hier genau setzen wir an. Wir haben uns auf den Weg gemacht, dabei ausnahmsweise einmal unser angestammtes Terrain verlassen, und bei den Leuten nachgefragt, die es wissen müssen: Gehirnexperten, Psychologen, Angstforscher, Wirtschaftswissenschaftler, Zukunftsforscher sowie Fachleute aus verschiedenen Branchen.

Hirnforscher und Psychologen erklärten uns, wie seit den Zeiten des Säbelzahntigers bei Alarmsignalen ein genetischer Code überlebenswichtige Programme hochfährt - und warum diese Automatismen für heutige Krisen nur bedingt hilfreich sind (Seite 6 ff.). Wirtschaftsexperten belegen, dass Deutschlands Unternehmen auf stabiler Basis gründen - vorausgesetzt, sie haben vorausschauend operiert (Seite 14 ff.). Genau das ist auch die Kernthese des Zukunftsforschers Andreas Neef (Seite 20 ff.). Und wer sagt denn, dass die Verhältnisse so sein müssen, wie sie sind? Man kann sie ändern, wie IT-Anwender beweisen (Seite 28 ff.). Wer die Auto- und die ITK-Branche als Parallelwelten erleben will, der sollte hier lesen (Seite 32 ff.). Wie zutreffend der Spruch "Immer der Nase nach" ist, beweist unser Autor, wenn er auf den Seiten 36 ff. das Riechorgan als einen bis ins Unterbewusste funktionierenden Alarmmelder beschreibt. Tja, und von welcher Krise reden wir eigentlich? Hier (Seite 40 ff.) zeigen wir Beispiele, wer in Krisenzeiten profitiert - in der IT und anderswo. Und wer noch immer nicht überzeugt ist, dass deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen im internationalen Vergleich eine Menge zu bieten haben, der sollte sich auf den Seiten 44 ff. und 48 ff. inspirieren lassen.

Schließlich haben uns auch unsere eigenen Leser in einer Umfrage die alte Weisheit bestätigt: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird (Seiten 12/13).

Wie gesagt: Es gibt mehrere Wirklichkeiten, die alle ihre Existenzberechtigung haben. Unsere hat einen unbestreitbaren Vorteil: Sie funktioniert als Gemütsaufheller. Und das ohne Drogen. Kleine Dopingmittel zur Spaßoptimierung verabreichen wir Ihnen vorsichtshalber trotzdem auf den Seiten 24 ff. und 54 ff.

Jan-Bernd Meyer

jbmeyer@computerwoche.de