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14.07.2000 - 

Abnabelung von SAP soll forciert werden

Krisengeschüttelte Ixos AG kündigt Neuanfang an

MÜNCHEN (CW)- Die Talfahrt des Dokumenten-Management-Spezialisten Ixos AG nimmt kein Ende. Nach einem im vierten Quartal erneut enttäuschenden Ergebnis mussten mit Willy Söhngen (Vertrieb) und Vijay Sondhi (Finanzen) zwei weitere Vorstände ihren Hut nehmen.

Entgegen ursprünglichen Prognosen wird die Münchner Softwareschmiede Ixos auch das vierte Quartal 1999 mit einem Verlust abschließen. Dies kündigte der erst seit wenigen Wochen amtierende neue Vorstandschef Robert Hoog Anfang dieser Woche an. Demnach erwartet das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 28,6 Millionen Euro für das vierte Quartal sowie 107,4 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 1999/00. Einmalige Restrukturierungsaufwendungen sowie Investitionen in strategische Geschäftsbereiche in Höhe von rund fünf Millionen Euro würden zu einem operativen Verlust sowohl im Schlussquartal als auch im gesamten Geschäftsjahr führen.

Wegen der anhaltend schlechten Ergebnisse legten die Vorstände Söhngen (Vertrieb) und Sondhi (Finanzen) angeblich auf eigenen Wunsch ihre Ämter nieder. Bereits im dritten Quartal hatte Ixos ein Minus von 2,9 Millionen Euro ausweisen müssen. Im Vorfeld einer entsprechenden Gewinnwarnung hatten sich die beiden Firmengründer Eberhard Färber und Hans Strack-Zimmermann von einem größeren Bestand ihrer Anteile getrennt und damit für negative Schlagzeilen gesorgt. Strack-Zimmermann war deshalb und angesichts der katastrophalen Geschäftsentwicklung Ende Juni vom Vorstandsvorsitz zurückgetreten. Sein Nachfolger Hoog kündigte nun an, die Abhängigkeit des Unternehmens von SAP zu beenden und die Ixos-Archiv-Lösungen auch für die Plattformen anderer ERP-Softwareanbieter wie Oracle und Peoplesoft zu öffnen. Zudem will sich das Unternehmen künftig ausschließlich auf das Großkundengeschäft konzentrieren.