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Kriterien für eine Plattform zur Anwendungsentwicklung (nach Schierholz)

09.11.1990

Aktivität

Ein aktives Repository kennt alle Eigenschaften aller Software-Entitäten. Es steuert alle Übergänge und verhindert unsinnige und unerlaubte Operationen.

Sicherheit

Enge Zusammenarbeit mit dein hauseigenen Sicherheitssystem ist notwendig, sollte jedoch über Standardschnittstellen erfolgen.

Typentransparenz

Das System kennt alle Eigenschaften der Programme. Deshalb werden immer der richtige Editor aufgerufen und der passende Compiler gestartet. Die Programmierer brauchen sich um diese Dinge nicht mehr zu kümmern. So kann kein Assembler-Programm mehr in einer Cobol-Bibliothek "verschwinden" etc.

Projektkontrolle

Jede Software-Entität befindet sich immer in einem eindeutigen Status. Sie gehört beispielsweise dem Programmierer oder der Gruppe, der Qualitätssicherung oder der Produktion. Mehrfache parallele Veränderungen werden verhindert und der Projektfortschritt läßt sich auf einfache Weise feststellen.

Impact-Analyse

Auf "Knopfdruck" muß feststellbar sein, welche Komponenten betroffen sind, wenn eine bestimmte Entität geändert wird. So ist der Anwender vor Überraschungen sicher. Außerdem ist dies ein einfaches Mittel, um vollständige Arbeitsaufträge für die Programmierer zu erstellen.

Versionskontrolle

Das System muß in sich konsistente Softwaresysteme ("Releases") ermöglichen, so daß die Umstellung auf einen neuen Stand oder das Zurückkehren im Notfall problemlos möglich ist. Der Release-Wechsel muß vollautomatisch erfolgen können.

Source- und Load-Synchronisierung

Es wird automatisch sichergestellt, daß Source- und Objektcode immer deckungsgleich sind.

Logische Speicherung

Der Ort und die Art der Speicherung müssen für den Entwickler völlig unsichtbar werden. Er "kennt" seine Programme nur noch über Namen und Typus.

Einheitlicher Kommandosatz

Eine gute Anwendungsentwicklungs-Plattform verfügt über wenige einheitliche Kommandos. Analoge Funktionen für verschiedene Tools und Techniken werden immer mit dem gleichen Kommando aufgerufen.

Technologie-Management

Der "Workframe" darf den Anwender nicht an bestimmte Techniken oder Sprachen binden. Wenn beispielsweise ein neues CASE-Tool eingesetzt werden soll, so darf das nur die Systemgruppe tangieren, die diese Technologie "anschließt": Der Entwickler konzentriert sich auf die Anwendungsprobleme und nutzt identische Funktionen - allenfalls mit verschiedenen sprachlichen Mitteln.