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02.03.1984 - 

Der "Kleine" muß sich mit größerem Bruder messen lassen:

Kritik begleitet den PC Junior von IBM

NIEDERNBERG (CW) - Nicht verschont von der Kritik bleibt IBMs neuer "PC Junior". Da ist von schleppendem Ordereingang die Rede, von mangelnder Leistungsfähigkeit, aber auch von einem der erfolgreichsten Geräte des Branchenführers.

Der Absatz des Heimcomputers, der jetzt auf dem amerikanischen Markt begonnen hat, läuft nur langsam an, berichtet John Marcom von AP-DJ. Agenturmeldungen zufolge ist der Personal Computer (PC) von IBM, großer Bruder des Junior, zwar das erfolgreichste Produkt auf dem Markt der Geschäftscomputer, doch bezweifeln Händler die Prognose, daß der "kleine PCX in diesem Jahr den auf 2,7 Milliarden Dollar geschätzten Heimcomputermarkt in den USA beherrschen wird.

Zuversichtlich gibt sich der Schöpfer des Mikro: Die Nachfrage sei stark, so IBM. Und das US-Marktforschungsunternehmen Future Computing Inc. meint, die Schwungkraft werde sich aufbauen. So rechnen Beobachter mit 200 000 abgesetzten Einheiten im vierten Quartal 1984 gegenüber 50 000 Stück in den ersten drei Monaten dieses Jahres.

Knapp formuliert Rick Inatome, Präsident des Inacomp Computer Centers, seine Ansicht: "Ich habe es schon millionenfach erlebt, daß IBM sich durchsetzt." Seiner Ansicht nach wird der "Junior" sowohl vom Absatz wie vom Ertrag erfolgreich werden. Unabhängig von der noch nicht terminierten Einführung des vieldiskutierten Gerätes auf dem deutschen Markt, hat sich M&S Elektronik in Niedernberg bereits vor zwei Wochen einige Geräte aus den USA beschafft. Innerhalb der ersten Woche wurden nach Angaben von Geschäftsführer Hans Ulrich Mahr bereits zwei Geräte verkauft. "Ein guter Erfolg", betont er.

Kritiker wenden ein, die Tasten auf dem Keyboard lägen zu weit auseinander. Mahr: "Das ist wohl richtig, die Tastatur soll und kann aber auch nicht im professionellen Einsatz Verwendung finden. Für diesen Bereich gibt es den normalen PC."

Weitere Einwände gegen den PC Junior zielen auf den angeblich zu hohen Preis ab, der in keinem Verhältnis zur Leistungsfähigkeit stehe.