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16.09.1988 - 

Amerikanisches Softwarehaus in diesem Jahr nicht vom Glück verfolgt:

Kündigungswelle bei Management Science

ATLANTA (IDG) - Erneut in die Schlagzeilen geraten ist Management Science America Inc. (MSA): Der amerikanische Mainframe-Softwaremaker hat jetzt 230 Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung entlassen. Dies sind neun Prozent des gesamten Personals.

Diese Kündigungswelle ist der größte Arbeitzplatzabbau, seit MSA-Chairman John P. Imlay jr. 1969 in das Unternehmen eintrat. Entlassen werden sowohl Mitarbeiter aus der Verwaltung wie auch aus dem Entwicklungsbereich und dem Kundensupport. Dabei gehen allein 50 Stellen durch die Schließung des Entwicklungszentrums in Winston-Salem verloren. Auch das MSA-Headquarter in Atlanta bleibt nicht verschont: Dort baut das Management 70 Arbeitsplätze ab. Betroffen ist zudem der Entwicklungs- und Produktionsbereich in Eagan/Minnesota, der durch den Erwerb der Comserv Inc. im Jahr 1986 entstand. Insgesamt werden die Entlassungen wie auch die Schließung des Zentruns in Winston-Salem dem Softwarehaus im dritten Quartal eine Belastung von 20 bis 25 Millionen Dollar bescheren.

Bislang hat Management Science ein Jahr voller Unruhe und finanzieller Rückschläge hinter sich. Zuerst verließen Senior Vice President Dennis Vohs und andere Topmanager das Unternehmen. Dann folgte die ungebetene Übernahmeofferte von Computer Associates, nachdem die MSA-Aktien gefallen waren. Das MSA-Management lehnte in Übereinstimmung mit den Aktionären ab. Schließlich trat auch noch der President William Graves zurück, und Management Science mußte zudem ein mehr als schlechtes Halbjahres-Ergebnis einstecken: Um 50 Prozent ging der Betriebsgewinn zurück, um 23 Prozent sank der Umsatz bei Softwarelizenzen - jeweils gemessen am Vorjahreszeitraum.

Nun soll die Talsohle möglichst schnell durchschritten werden. Mehr Effizienz erhofft sich Chairman Imlay durch die Entwicklung von Software-Werkzeugen, die in die SAA-Umgebung von IBM passen. "Eigentlich", so Imlay, "ist es ganz einfach. Man läßt IBM die Tools entwickeln und benutzt diese als Standard für die eigenen Applikationen."