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05.01.1984

Künstlich

30. Dezember 1983: Im ZDF wurde unter dem Titel "Dr. Römer und der Mann des Jahres" ein computerbezogener Derrick-Thriller ausgeflimmert, in dem ein vermeintlich dahingeschiedener Computerfachmann ein zweites Leben als Kollegenkiller führte, weil er die Entwicklung künstlicher Intelligenz, Endstation "Homuter", nicht längermitverantworten wollte.

Besonders witzige Pointe: Da zitierte der Nerwenarzt und Klinikboß das US-Nachrichten-Magazin T/ME und dessen "Mann des Jahres" - deshalb der Titel der Sendung -, um auf die Auswüchse der Computerisierung hinzuweisen und die Selbstjustiz zu rechtfertigen. Trauerwein hat nichts gegen "Derrick", selbst wenn damit eine Publikumshaltung gemeint ist, die Agatha Christie für eine Langweilerin hält.

Bei Sebastian findet auch Verständnis, daß den TV-Drehbuchschreibern zum Computer meist nur Negatives, allenfalls Anekdotisches einfällt S. T. läßt sich jedoch nicht auf seinen Gefühlen als Perfektionist herumtrampeln.

Wenn der besagte Nerwenarzt wenigstens korrekt zitiert hatte: Die TIME-Redakteure haben den Computer 1982 ja nicht zum "Man of the year", sondern zur "Maschine des Jahres" gewählt. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied, der freilich fernsehjournalistisch nichts hergeben würde.

Sebastian Treuerwein

Information Resources Manager