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30.07.1999 - 

Fachliteratur/Fiktive Debatte über denkende Maschinen

Künstliche Intelligenz - früher und heute

MÜNCHEN (CW - Der Mathematiker John Casti läßt fünf Geistesgrößen zu einer Zeit über künstliche Intelligenz (KI) diskutieren, als diese noch in den Kinderschuhen steckte. Das Buch führt leicht verständlich in die technischen und philosophischen Implikationen der KI ein.

Neben Alan Turing und Ludwig Wittgenstein nehmen noch J. B. S. Haldane, ein Genetiker, Erwin Schrödinger, Phystik-Nobelpreisträger und C. P. Snow, ein weiterer Physiker, an dem erfundenen Gespräch 1949 in London teil. Hitzige Auseinandersetzungen liefern sich vor allem Turing und Wittgenstein. Turing nahm mit der nach ihm benannten Maschine das Grundprinzip des modernen Digitalcomputers vorweg. Gegen die Möglichkeit einer "denkenden Maschine" wehrt sich Wittgenstein vehement. Der Leser erfährt einiges über die Geschichte des Computers, ohne daß er sich mit technischen Details herumschlagen muß. Beispielsweise erklärt der Autor detailliert das duale Prinzip als Grundlage der Turing-Maschine.

Auf den Stand der Entwicklung geht Casti anhand bekannter KI-Anwendungen ein. Dazu zählen der Schachcomputer "Deep Blue II", der Weltmeister Kasparow eine Niederlage beibrachte, und Übersetzungsprogramme. Letztere bleiben aber noch hinter den Erwartungen zurück, die man gerade Mitte unseres Jahrhunderts in diese Technik setzte.John Casti: Das Cambridge Quintett. Berlin: Berlin Verlag 1998. 160 Seiten, 36 Mark.