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23.06.1978 - 

Produktivität je Erwerbstätigem steigt zu schneII:

Kürzer arbeiten dank technischem Fortschritt

MÜNCHEN (ee) - Einen bösen Griffel führt der Karikaturist der "Umschau" (Zeitschrift für Funktionäre der Industriegewerkschaft Chemie-Papier-Keramik), zum Thema: Gefährdet der technische Fortschritt die Arbeitsplätze. Dr. Manfred Küper, Leiter der Wirtschaftsabteilung beim Hauptvorstand der IG Chemie-Papier-Keramik zieht als Autor in der Mai/ Juni Ausgabe die Konsequenz, daß die Arbeitnehmer vor den sozialen Folgen des technischen Fortschritts soweit wie möglich geschützt werden müssen - was durch eine Strategie der Arbeitszeitverkürzung geschehen solle.

Küper beruft sich auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Das DIW folgert, daß sich bei einem angenommenen Wachstum des Sozialprodukts von 2,5 Prozent die Schere zwischen Produktwachstumsrate und Produktivitätszunahme weiter öffnen werde, wenn das Produktionsergebnis je Erwerbstätigem im selben Ausmaß wie bisher steigen würde. Ein Fortsetzen dieses Trends hätte schwerwiegende Konsequenzen für den Arbeitsmarkt. Aus diesem Grunde unterstellen die Berliner Forscher eine Abflachung des Produktivitätswachstums (das im Jahresdurchschnitt vor der Ölkrise um vier Prozent gewachsen ist und seither um 3,2 Prozent per anno wuchs). Küper ist nun überzeugt: Diese Abflachung des Produktivitätswachstums ist nur bei einem verstärkten Trend zur Arbeitszeitverkürzung denkbar.