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Software für Warenwirtschaft/Kommentar


03.12.1998 - 

Kunden wollen den schnellen Durchgriff

Einer Automatisierung der Warenwirtschaft steht normalerweise nichts im Wege, außer vielleicht, daß die Software die Geschäftsprozesse nicht ausreichend genau spiegelt.

War dieser Bereich stets einfach in Software zu gießen, so blieben andere, allen voran Marketing und Vertrieb, bis vor wenigen Jahren von Automatisierung unberührt. Zwar ging es auch hier um ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis der Ressourcen, doch legte man Wert auf den persönlichen Kontakt zum Kunden; Emotionalität - sofern sie zum Image und zur Corporate Identity des Hauses paßte - war ein erwünschtes Mittel zum Zweck der Kundenbindung. Dies schloß zum damaligen Zeitpunkt eine offene "Automatisierung der Kundenbeziehungen" aus.

Doch führt integrierte Standardsoftware die klassischen betriebswirtschaftlichen Bereiche zusammen - unter anderem mit dem Ziel einer "Zusammenschau". Ob Geschäftsleitung, Produktions- oder Vertriebsmitarbeiter, das Ganze des Unternehmens und seine Ziele lassen sich immer transparenter abbilden, wenn dies denn erwünscht ist. Theoretisch gilt das sogar für den Kunden, der von Data-Warehouse- und Data-Mining-Tools ins Visier genommen, in seinen Wünschen, seinem Verhalten, seiner Bonität etc. genauer denn je durchleuchtet werden kann. Er ist immer noch König, aber auch und vor allem das letzte Glied in der logistischen Kette.

Alles Zukunftsmusik? Keineswegs! E-Commerce-Beispiele zeigen, wie aus dem urspünglichen Automatisierungsansatz (beispielsweise für die Waren- und Materialwirtschaft) eine Strategie der kontrollierten Transparenz wurde, die dem Kunden quasi den direkten Durchgriff ins Lieferunternehmen gewährt. Viele wollen schon heute Ad-hoc-Transparenz des Angebots und kein Klinkenputzer-Bla-bla.