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30.05.2003 - 

Analysesoftware von Proclarity und Microsoft

Kundschafter im Datendschungel

MAASTRICHT (as) - Mit anpassbaren Oberflächen und einer neuartigen Benutzerführung will Proclarity, Anbieter von Analysesoftware, Fachabteilungen und Vorständen die Suche und das Verstehen von Informationen erleichtern. Die technische Basis der eigenen Produkte stellen die "Analysis Services" von Microsoft.

Innerhalb von drei Jahren hat sich Proclarity (vormals Knosys) von einem Drei-Mann-Unternehmen zu einem Anbieter mit 700 Großkunden, 140 Mitarbeitern und geschätzten 15 Millionen Dollar Umsatz (2002) gemausert. Das Schicksal des eigenen Portfolios rund um den "Proclarity Analytics Server" ist dabei eng mit der Weiterentwicklung und Marktdurchdringung der Analysis Services verbunden, auf denen er technisch aufsetzt.

Microsofts Analysekomponenten werden kostenlos zusammen mit der Datenbank "SQL Server 2000" ausgeliefert und umfassen unter anderem eine laut Marktbeobachtern leistungsfähige Analyse-Engine samt Datenintegrations-Tool für multidimensionale Datenbankabfragen (siehe CW 41/02, Seite 29). Da der Hersteller bisher außer einer laut Analysten mangelhaften Excel-Anbindung keine leistungsfähigen Clients bietet, stellen Anbieter wie Proclarity eine Option dar, Analyseanwendungen und -Frontends auf den Analysis Services aufzubauen. Letztere können jedoch laut Chief Executive Officer Bob Lokken auch unabhängig vom SQL Server verwendet werden. "Vierzig Prozent unserer Kunden nutzen Oracle", erklärte der Manager auf der diesjährigen Anwenderkonferenz im holländischen Maastricht, zu der rund 300 Teilnehmer kamen.

Von Dimensionen und Bäumen

Zudem unterscheide sich das Produkt vom Wettbewerb, den er vor allem im Anbieter Cognos sieht, in der Konzeption des Analyse-Clients und der menügetriebenen Benutzerführung durch die Datenwürfel, erklärt Lokken. So lässt sich die Benutzeroberfläche nach den Wünschen der Anwender flexibel entwickeln, wobei Controls und XML-Technik zum Einsatz kommen. Die Navigation entlang den Dimensionen des Datenwürfels wird vor allem durch den patentierten Ansatz eines "Decomposition Tree" unterstützt. Hierbei kann sich der Benutzer laut Hersteller je nach Fragestellung immer tiefer in die Detaildaten und die mit ihnen assoziierten Datenfelder bewegen, ohne dabei den Ausgangspunkt aus den Augen zu verlieren.

Möglich wird dies dank der grafischen Darstellung in Form einer Baumstruktur, die sich je nach Fortgang der Analyse immer wieder neu auf- und umbaut. Ferner lassen sich zusätzliche, auch nicht multidimensionale Informationen (zum Beispiel Produktinformationen) hinterlegen sowie mit Hilfe des Zusatzmoduls "Selector" Abfragevorgänge abspeichern und zusammen mit den Baumstrukturen publizieren. Dadurch wird es laut Lokken möglich, dass Abteilungen, Sachbearbeiter oder Vorstände ihre Analysen nach einem einheitlichen Vorgehensmuster und den Geschäftsanforderungen strukturieren.

Nach Ansicht von Lokken kommt dieser Ansatz dem Benutzerverhalten von Fachanwendern oder Managern entgegen, die das Tool nur gelegentlich einsetzen und von Mal zu Mal andere Informationen über ihr Unternehmen suchen. Viele Analysewerkzeuge auf dem Markt ließen diese Flexibilität nicht zu: "Man weiß, wo man anfängt, aber nicht wo man endet". Zudem seien viele Produkte zu starr aufgebaut und würden den Benutzer zwingen, sich ihnen anzupassen statt umgekehrt. "Laut Umfragen sind heute 65 Prozent der Anwender unzufrieden mit ihrer Arbeitsumgebung."

Business-Logik einbinden

Für die Zukunft plant Proclarity, weitere Analyse-, Segementierungs- und Visualisierungsoptionen in seinen Server zu integrieren. Dabei wird es vor allem da-rum gehen, wie sich Unternehmenskennzahlen eng mit den Daten verknüpfen lassen, um zu einheitlichen Verfahren und eindeutigen Ergebnissen zu gelangen. Ferner will der Hersteller den heutigen Verwaltungs- und Programmieraufwand reduzieren und etwa die Integration in Portale und über Web-Services ermöglichen. Ebenso soll die Skalierbarkeit des Servers gesteigert werden, der derzeit vor allem in Installationen mit durchschnittlich 500 Benutzern im Einsatz ist.