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29.04.1977 - 

Univac, MAI, Videoton:

Kurzberichte aus Hannover

HANNOVER (de) - "Für Univac besteht kein Anlaß zur Panik und vorschnellen Reaktionen; allenfalls werden wir einige Aktionen beschleunigen - unter Berücksichtigung unserer Zielsetzung, ein besseres Preis-/LeistungsverhäItnis aIs IBM zu bieten." Dies erklärte Robert Kobler, Vertriebsdirektor der Sperry Univac Deutschland, in Hannover zur Wettbewerbssituation im Großrechnermarkt nach der Ankündigung des IBM-Jumbos :3033.

Zufrieden äußerte sich Kobler über das abgelaufene Geschäftsjahr (31. März), das eine Umsatzsteigerung von 3 Prozent brachte, während der Ertrag gegenüber 1975/76 um 8 Prozent stieg.

War die Univac-Präsentation ganz darauf gerichtet, das Univac-Image "Kontinuität" zu stärken (Messeslogan: "Solange es Computer gibt"), so stellte MAI ein neues Spitzenmodell 700 der Basic/four-Systemfamilie heraus, Konkurrenzprodukt zu Mehrplatzsystemen mit bis zu 16 Bildschirmen und einer Maximal-Plattenkapazität von 320 MB. Vorteil für Aufsteiger-Kunden: Sie können ihre bestehenden Programme nach "oben" mitnehmen. Wie ein MAI-Sprecher erklärte, richte sich die Produktstrategie für die neue MAI-Topmaschine nicht mehr bevorzugt auf Klein- und MitteIbetriebe, es werden vielmehr verstärkt dezentralisierte Organisationen angesprochen. Stolz wurde verkündet: "Wir haben uns einen festen Platz zwischen den größten ComputerherstelIern erobert."

Ganz so hoch liegen die Marketingziele der Videoton AG nicht: Der größte ungarische Exporteur von elektronischen Fertigerzeugnissen (Terminals, Floppy Disks, Festkopfplatten etc.) ist Newcomer in Hannover. "Unsere Erfahrung auf dem Gebiet der Unterhaltungselektrik garantiert, daß Videoton auch auf dem Rechnerbereich ein zuverIässiger Partner sein kann", erklärte der Direktor des Unternehmens, Csaba Barath, auf einer gutbesuchten Pressekonferenz im CeBIT. Mit der Münchner Firma Tewidata hat ein - so Barath - potentes Systemhaus Verkauf und Service der Videoton-Geräte in der Bundesrepublik übernommen.