Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

29.10.1982 - 

Europäischer Kabelfernsehmarkt unter der Lupe

l987: Cable-TV erreicht 42 Millionen Haushalte

WIESBADEN (cmd) - Der europäische Kabelfernsehmarkt wächst bis 1987 um 37 Prozent auf annähernd 42 Millionen angeschlossene Haushalte. Weniger optimistisch zeigt sich dagegen die Link Corporation, eine Tochter der International Data Corporation (IDC) in Wiesbaden, für kommerzielle Zweiweg-Kabelanwendungen, die sogenannten interaktiven Dienste auf Telecommunikationsbasis.

In ihrer jüngsten Untersuchung "Cable and Satellite TV Developments in Western Europe, 1982 - 1987" analysiert die Link Corporation die Situation in dreizehn europäischen Ländern. Im Mai dieses Jahres waren danach rund 40 Prozent der 75,6 Millionen Fernsehhaushalte bereits in der einen oder anderen Form verkabelt. Spitzenreiter seien hier die Master-Antennen-Systeme (MATV), auf die 29,1 Prozent oder 22 Millionen Anschlüsse entfielen. Anlagen dieser Art sind geografisch begrenzt und umfassen höchstens bis zu 300 Anschlüsse.

Eine Wachstumsrate von 80 Prozent prognostiziert Link für Central-Antenna-Systeme (CATV). Über diese im Vergleich zu MATV-Systemen größeren und leistungsfähigeren Regionalanlagen auf der Basis von Kupferkoaxialkabel werden zur Zeit elf Prozent aller Haushalte mit Programmen beliefert. Lediglich Belgien verfüge bereits über eine mehr als 50prozentige CATV-Netzverbreitung. Bis 1987 nehme ihre Zahl jedoch von jetzt 8,44 Millionen auf 15,35 Millionen Anschlüsse in Europa zu.

Als Hauptfaktoren für die weitere Entwicklung von Kabeldiensten und -netzen sieht Link die Gesetzespläne der Regierungen, den Wettbewerb mit anderen Sendesystemen sowie das Satellitenfernsehen. In allen europäischen Ländern werde zur Zeit das kommerzielle und das rechtliche Umfeld für Kabel- und Satellitenfernsehen geprüft. In der Bundesrepublik, Frankreich und Großbritannien, den Niederlanden und Teilen Skandinaviens sehe man mittlerweile außerdem das Glasfaserkabel als Alternative zum Koaxialkabel an. In den nächsten vier bis fünf Jahren bleibt aber nach Meinung von Link diese Möglichkeit relativ teuer.

Die Studie ist unter der Referenz-Nummer 02280122 zu beziehen über die IDC Deutschland GmbH, Martinstr. 14, 6200 Wiesbaden, Tel (0 61 21) 37 70 86.