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08.01.1988 - 

Computerhersteller und Softwarehäuser setzen auch in diesem Jahr weiter auf Wachstum:

l988: DV-Industrie macht in Zweckoptimismus

MÜNCHEN (bk) - Keineswegs "schwarz" sieht die bundesdeutsche Computerindustrie für das neue Jahr. Ist auch die wirtschaftliche Lage zu Jahresbeginn so unklar wie selten zuvor - die Prognosen der hiesigen Hard- und Softwarehersteller sind durchweg optimistisch. So ergab eine Umfrage der COMPUTERWOCHE unter anderem: Die DV-Investitionen der deutschen Unternehmen nehmen weiter zu.

Seit dem 19. Oktober 1987 sorgen nun schon der dramatische Verfall des Dollarkurses und die Zuspitzung an den Aktienmärkten für Aufregung und lassen die Prognosen von Wirtschaftsprofessoren und -instituten für das Jahr 1988 eher beunruhigend ausfallen. Die Computerindustrie hingegen "macht in Zuversicht". Einhelliger Tenor: Selbst bei stagnierender Gesamtwirtschaft wird der hiesige DV-Markt Wachstumstendenzen aufweisen, wird die Investitionsbereitschaft der bundesdeutschen Anwender steigen.

So rechnet DEC-Geschäftsführer Frank Berger zwar mit einem gebremsten Marktwachstum, aber dennoch guten Steigerungsraten in speziellen Bereichen: Wir gehen davon aus, daß die Unternehmen einerseits sparen, andererseits sehr wohl investieren werden. Und zwar dort, wo sie mit den Investitionen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können. Auch die Siemensianer erwarten nur geringfügige Wachstums-Veränderungen des DV-Marktes, wobei dessen Wachstumsrate jedoch weiterhin über denen der übrigen Wirtschaft liegen werden. Betont Siemens-Mitarbeiter Olaf Luchting: "In den achtziger Jahren war und ist eine von konjunkturellen Zyklen weitgehend unbeeinflußte DV-Investitionsbereitschaft festzustellen."

Die Paderborner Nixdorf-Mannen indes glauben sehr wohl an einen Einfluß der derzeitigen wirtschaftspolitischen Situation auf das Investitionsverhalten in Sachen DV-Equipment. Dennoch sieht auch Heinz-Dieter Wendorff, Nixdorf-Bereichsvorstand Produkte, generell die Investitionen in der Informationstechnik steigen. Ähnlich bewertet auch Michael Krug, Pressesprecher von Hewlett-Packard, die Situation: "Momentan herrscht noch Unsicherheit über den Konjunkturverlauf. Dennoch erwarten wir eine Tendenz zur Verstärkung der Investitionen, weil gerade in einem härteren Wettbewerb nur rationellere und produktivere Arbeits- und Herstellungsmethoden zum Erfolg führen."

Keinerlei Aussage zum neuen Jahr war indes von Marktführer IBM zu bekommen. Die Stuttgarter halten sich wie auch die Frankfurter Olivetti vorsichtshalber bedeckt. Aber immerhin: Keine Prognose ist auch eine Prognose. Die einzelnen Statements sind in der COMPUTERWOCHE Nr. 3/88 im Detail zu lesen.