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11.05.1990 - 

Bewegung im Datenbank-Markt sorgt für Verwirrung

LAN-Spezialist Novell kauft sich bei SQL-Entwickler Gupta ein

MENLO PARK (IDG) - Novell hat mit dem Kauf eines fast 20prozentigen Anteils an Gupta Technologies für Irritation am Markt gesorgt: Im Lotus-Novell-Haus konkurrieren nun die zwei SQL-Server-Hersteller Sybase und Gupta miteinander.

Branchenkenner glauben einerseits, mit der Aktienwanderung werde Guptas Hinwendung zum Netzwerk-Betriebssystem "Netware" von Novell und das Abdriften von OS/2 noch deutlicher. Auf der anderen Seite führen sie allerdings an, daß Lotus einen 15prozentigen Anteil an Sybase mit einer Option auf weitere zehn Prozent halte. Sowohl der "SQL-Server" von Sybase als auch Guptas "SQL-Base Server" konkurrieren im OS/2- und Unix-Markt für Datenbankserver. Deshalb sei unter Novell-Kunden Konfusion über die zukünftige Ausrichtung in diesem Bereich zu befürchten.

Gupta konnte für seinen "SQL-Base Server" ein "Netware Loadable Module" (NLM) ankündigen, während Sybase diesbezüglich keine Pläne hat. Auch Novells eigener Datenbankserver, "Netware SQL", soll als NLM in kürze ausgeliefert werden. Datenbankspezialist Richard Finkelstein vertritt die Meinung, durch das Engagement bei Gupta könnten Novells Probleme, NLM-Software zu schreiben, gelöst werden.

Novell legt - zumindest offiziell - keine Bevorzugung irgendeines DBMS-Entwicklers an den Tag. Abgesehen davon, daß Gupta an einige seiner Kunden ein Interface zwischen dem eigenen "SQL Windows" und Novells Datenbank "Btrieve" auslieferte, plant man, die eigenen DB2- und Oracle-Gateways als NLMs auf Netware 386 zu portieren. Bislang laufen beide noch auf OS/2.

Aus Novell-Kreisen war zu hören, man könne die Tools und Gateways von Gupta sehr gut gebrauchen, um gegen Microsofts LAN Manager zu konkurrieren. "Es gibt keinen anderen Hersteller am Markt, der ein mit SQL Windows vergleichbares Produkt anbieten kann", umriß Canwal Rehki, Novells leitender Manager, die Bedeutung der neuen Verbindung. Der Deal könne darüber hinaus wie eine Symbiose wirken, da Novell weder Front-ends noch DB2-Anschlußmöglichkeiten zur Verfügung stellen könne, die Gupta wiederum bieten könne. Auf der anderen Seite könne der Datenbankhersteller die finanzielle Unterstützung des Netzwerkanbieters sehr gut zum eigenen Wachstum gebrauchen, meinten Gupta-Insider zu der Aktientransaktion.