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09.01.2004 - 

Berufsalltag in der Multimedia-Branche

Lange arbeiten für wenig Geld

09.01.2004
MÜNCHEN (CW) - Sie stehen unter Zeit- und Leistungsdruck, müssen mit oft wechselnden Aufgaben und häufigen Arbeitsunterbrechungen zurechtkommen. Die Mehrheit der Beschäftigten in der Multimedia-Branche fühlt sich darum stark belastet. Das ergab eine Studie der Connexx.av, der Multimedia-Fachgruppe der Gewerkschaft Verdi.

Jung, dynamisch, schnelllebig - mit diesen drei Begriffen wird die Multimedia-Branche oft verbunden. Die Arbeitsbedingungen entsprechen aber eher alten Mustern, wie eine Studie von Connexx.av feststellte: Die Beschäftigten müssen lange arbeiten, verdienen im Vergleich zu ihren Kollegen aus der klassischen IT-Industrie wenig und erhalten kaum Möglichkeiten, sich weiterzubilden.

Die Studie basiert auf der Befragung von 673 Beschäftigten in Web-Agenturen, Internet- und Content-Providern sowie Online-Redaktionen. Durchschnittlich leisten die Befragten 5,2 Überstunden in der Woche, bei freien Mitarbeitern fallen sogar zwölf Stunden mehr in der Woche an als ursprünglich vereinbart.

70 Prozent der Befragten fühlen sich "stark bis sehr stark belastet", insbesondere wenn sie in Vertrieb, Netzadministration und Projekt- beziehungsweise Produkt-Management tätig sind. Die wichtigsten Stressfaktoren sind Zeit- und Leistungsdruck, hohe Konzentrationsanforderungen, häufig wechselnde Aufgaben sowie permanente Arbeitsunterbrechungen. Dazu kommt, dass sich 60 Prozent der Befragten nicht ausreichend weiterbilden können. Im Backoffice und Projekt-Management klagen sogar über 70 Prozent über mangelnde Qualifizierungsmaßnahmen im Job.

Dabei ist das Ausbildungsniveau der Befragten, die im Schnitt 33 Jahre alt sind, hoch: 85 Prozent haben Abitur und fast die Hälfte anschließend ein Studium abgeschlossen. Vergleichsweise niedrig sind dafür die Gehälter: Während Informatiker in der klassischen Software- und Beratungsindustrie schon beim Berufsstart mit 45000 Euro pro Jahr rechnen können, müssen sich ihre Kollegen in der Multimedia-Branche mit weniger begnügen: Die Studie ermittelte ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 31000 Euro, wobei die Mitarbeiter in technischen Bereichen wie Programmierung und Netzadministration mit rund 37000 Euro im Jahr noch gut abschneiden. Mehr verdienen nur die Vertriebsmitarbeiter, Projekt-Manager und Marketiers. (am)