Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

22.07.1994

Lange Faxe machen Faxen

J. Michels, Neuss: Seit einem halben Jahr versuche ich, mit Hilfe der von Delrina in deren "Winfax Pro 3.0" mitgelieferten Hinweise und Makroprozeduren Serienfaxe zu versenden. Die Software ist an sich recht gut. Ich kann inzwischen Briefe mit je einer Seite und hoher Aufloesung faxen. Wissen Sie einen Weg, auch mehrseitige Dokumente in normaler Aufloesung zu versenden? Die Redaktion: Bei mehrseitigen Dokumenten sind zunaechst einmal feste Seitenumbrueche erforderlich, da Winfax beim fliessenden Umbruch nicht bestimmen kann, welche Seite gefaxt werden soll. Ausserdem darf der "Fax-Druck" langer Texte nicht beim eingeschalteten "Drucken im Hintergrund" erfolgen. In diesem Fall koennen die Meldungen des Faxtreibers nicht angezeigt werden, was zum Stop der Aktion fuehrt. Fuer den Druck mit normaler Aufloesung muessen Sie den Winfax-Druckertreiber auf den Wert 200 mal 100 dpi setzen. OS/2 sucht den Scanner S. Rembrecht, Ravensburg: Beim Einsatz eines Epson-Scanners als Vorlagenleser fuer unsere Faxbibliothek erhalten wir unter OS/2 die Meldung "Error: every thing is ok". Leider funktioniert danach nichts mehr. Unter DOS gibt es keine Probleme. Der Scanner ist ueber eine Scannerkarte angeschlossen. Die Redaktion: Epson-Scanner arbeiten mit dem Twain-Treiber, der die bidirektionale Kommunikation mit der Karte unterstuetzt. Die Meldung besagt, dass wohl die Karte gefunden wurde, der Treiber jedoch nicht in der DOS-Task praesent ist. Die Karte sollte auf LPT2, Adresse 02F8h, gesetzt sein. Der installierte DOS-Treiber Espn.sys muss dann in der Config.sys fuer diese DOS-Task aufgerufen werden und ebenfalls auf LPT2 (Device=Espn.sys 2) gesetzt sein. In einem PS/2-Rechner ist die LPT-Adresse 03BCh. Speichertechnik fuer PCMCIA H. Gerhaus, Detmold: Bei den Angeboten fuer unsere Aussendienstbetreuung stiessen wir auf die Begriffe OTP- und MM- Karten nach dem PCMCIA-Standard. Was verbirgt sich dahinter, welche Vorteile gibt es? Die Redaktion: Hier geht es offensichtlich um eine Technik, wie bestimmte Programme oder Sicherungsverfahren auf PCMCIA-Karten mitgeliefert werden. OTP steht fuer "One Time Programming". Dabei handelt es sich um eine einmal beschreibbare Karte, fuer die ein spezielles Schreibgeraet erforderlich ist. Fuer diese Technik spricht der Kartenpreis und die Tatsache, dass die Daten nicht geloescht werden koennen. MM steht fuer "Mixed Memory": Hier befinden sich zwei Speichertechniken auf einer einzigen PCMCIA-Karte. Im Flash-Memory sind die Programme wie bei einem EEPROM (Erasable EPROM) gespeichert, waehrend der SRAM-Teil der Karte als Datenspeicher (RAM-Disk, Arbeitsspeicher) vom Computer genutzt werden kann. Es gibt auch teurere MM-Karten, bei denen SRAM durch das noch schneller DRAM ersetzt ist. Der Vorteil dieser Technik: Man spart einen PCMCIA-Slot, der Flash-RAM-Teil kann beschrieben und geloescht werden. Letzteres mag allerdings mancher eher als Nachteil sehen. Thunking im neuen Windows W. Enger, Essen: Im Zuge der Diskussion ueber Windows 4 finde ich in der Presse den Begriff "Thunking". Welche Technik ist damit gemeint, und wo stammt sie her? Die Redaktion: Das Thunking-API (Microsoft Deutschland nennt es die "Universalverbinder-Schnittstelle") steht fuer den nahtlosen Uebergang von der 16-Bit- zur 32-Bit-Programmierung, die mit Windows 4 realisiert werden soll. Technisch gesehen wird eine 16- Bit-Adresse der Form Sektor:Offset in eine lineare 32-Bit-Adresse umgewandelt. Auf diese Weise koennen Windows-Programme (oder Teile davon) in der neuen Systemumgebung fortexistieren. Historisch stammt der Begriff von dem Team, das die Programmiersprache Algol- 60 entworfen hat. Er steht fuer einen Vorgang, bei dem eine zusaetzliche Bedingung waehrend des Compilierens erfuellt wird. Aus "think" leiteten die Programmierer die agrammatische Vergangenheitsform "thunk" ab. Mit Akronymen imponieren R. Schneider, Stuttgart: In einer Besprechung ueber unsere PC-LAN- Installation wurde des oefteren vom Wfor- oder Wfour-Problem gesprochen. "Windows for Workgroups" von Microsoft ist dabei nicht Bestandteil dieser Vernetzung. Wo kann ein Laie Genaueres zu dem von den Profis diskutierten Thema erfahren? Die Redaktion: Die lieben Profis haben Sie kraeftig auf die Schippe genommen. Das sogenannte W4-Problem ist kein Problem im engeren Sinne, sondern die Grunddefinition der ganzen Computertechnik: What Works With What. Um in der Sprache der Techniker zu bleiben: W4 ist ein Yaba (Yet Another Bloody Acronym). Die Entschluesselung der ueberwiegend aus den USA kommenden Kuerzel gelingt auch dem Laien mit dem Programm TAP (natuerlich eine Abkuerzung: The Acronym Program) von Larry Deack. Dabei handelt es sich um eine Freeware fuer Windows, die als Tap.zip in vielen Netzen zu beziehen ist oder lokal beim Shareware-Haendler geholt werden kann. Der einzige Standard, der sich aus einem Witz-Akronym ableitet, ist uebrigens die Scanner- und Imaging-Schnittstelle Twain: Toolkit Without An Important Name. Faxgeraet als Scanner M. Stefan, Neustadt: Wie kann ich mit einem Telefax Bilder einscannen, um diese auf dem Computer zu bearbeiten? Was wird dafuer benoetigt (Modem/Zubehoer)? Ist diese Methode bei gelegentlichem Bildbedarf ausreichend? Ein Faxgeraet ist vorhanden. Die Redaktion: Wenn Ihr Faxgeraet ueber einen seriellen Anschluss und die entsprechende Steuersoftware verfuegt, kann ein empfangenes Fax direkt zum PC geschickt werden. Einige Modelle lassen sich mit einer Schnittstelle umruesten, daher empfiehlt sich zuerst eine Anfrage beim Lieferanten. Beim Einsatz eines Modems faxen Sie sich Ihr Bild selbst zu; hier brauchen Sie ein faxfaehiges Modem (Class 1, Class 2 oder CAS), die noetige Faxsoftware und zwei Nebenstellen im internen Telefonnetz. Ausserdem muss die Faxsoftware in einem Format speichern koennen, das von Ihrer Bildverarbeitung akzeptiert wird. Ob diese Methode ausreichend ist, haengt von der gewuenschten Bildqualitaet und -groesse ab.