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17.05.1991

LANS sind die Avantgardisten der Offenheit

Lokale Netze sind heute offene Netze, und zwar nicht nur im Prinzip, wie noch vor wenigen Jahren, als die OSI-Standards mit Mühe durch die Gremien geboxt werden mußten. De-facto-Offenheit muß der LAN-PC-Netz-Szene attestiert werden.

Sicherlich ist immer noch ein hohes und stets zu aktualisierendes Netzwerk-Wissen Voraussetzung, um auf den sieben an OSI- und Defacto-Standards reichen Vernetzungsebenen agieren zu können. Doch ist aus dem unstrukturierten Knäuel von Drafst und Herstellerorientierten Standards, von provisorischen Speziallösungen und anspruchsvollen Pilotinstallationen inzwischen eine wohlgeordnete übersichtliche Landkarte entstanden.

Dies bedeutet Offenheit innerhalb der diversen lokalen Netze, sie stützen sich nämlich inzwischen auch stark auf OSI-Standards. Anderenfalls hätten sie keine Chancen im Markt.

Nun könnte die Vielzahl der unterschiedlichen Protokolle natürlich noch für Schwierigkeiten sorgen. Das ist auch so. Aber es gibt Auswege. Die richtige Protokollstrategie ist kein Buch mehr mit sieben Siegeln (siehe nebenstehenden Bericht). Hinzu kommen Bridges aller Art in überschaubarer Anzahl (siehe Seite 46).

Schwierig sind für ältere netzwerkfähige Anwendungen die unterschiedlichen Netzwerk-Betriebssysteme. Neuere Entwicklungen berücksichtigen diese Welten, sie sind Portierbar - also auch hier die Referenz an die unabdingbare Offenheit.

Normierte Netzwerk-Management-Protokolle tun ein übriges, der vernetzten Informationswelt eine geregelte Verkehrsplanung und -steuerung angedeihen zu lassen. Einen Kampf der Konzepte schließt dies nicht aus (siehe CW Nr. 19 vom 10. Mai 1991, Seite 1, Für VW-Planer ist IBMs Netview lediglich die zweitbeste Lösung").

Last, but not least ist die LAN-Welt inzwischen fast immer nach außen hin geöffnet, sei es zum unternehmensweiten WAN (Wide Area Network) oder zu mindestens einem Telekommunikationsdienst der großen Telecom-Anbieter. Hierfür sorgen unter anderen der gute alte OSI-Standard X.25 und der Anwenderdruck. Speziell der langsam aber stetig wachsende Bedarf an E-Mail schafft weitere Offenheit. bi