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12.05.1989 - 

Keine Kompromisse auf Kosten der Flugsicherheit:

Laptops sollen nicht mehr ins Fluggepäck

WASHINGTON (IDG)-Die amerikanische Transportbehörde DOT will Laptops und andere elektronische Geräte nicht mehr als Fluggepäck zulassen. Anlaß für die geplante Maßnahme war das Flugzeugunglück über Lockerbie/Schottland am 21. Dezember 1989. bei dem eine PanAm-Maschine in die Luft gesprengt wurde. Die Plastikbombe war in einem Kassettenrecorder versteckt.

Nach Angaben eines Sprechers des Department of Transportation (DOT), arbeitet die US-Behörde an einem Plan, der den sicheren Transport von elektronischen Systemen gewährleisten soll. Hauptproblem sei bisher vor allem das Erkennen von Plastiksprengstoff, der in die Chassis der Geräte eingebaut wird und für die Sicherheitssysteme an den Flughäfen zum Teil unsichtbar ist. Ein totales Verbot von Laptops und anderen Geräten sei eine Möglichkeit, die im Hinblick auf die Sicherheit der Fluggäste in Betracht gezogen werde müsse. Man versuche aber auch, weniger krasse Alternativen zu finden. Das geplante Programm werde in Zusammenarbeit mit den europäischen Ländern entwickelt.

Mehrere Unternehmen, die Laptops einsetzen, kündigten bereits an, daß ein Verbot in Flugzeugen erheblichen Einfluß auf zukünftige Kaufentscheidungen haben werde. Gerade für Geschäftsreisende, die einen tragbaren Rechner benutzten, würde ein solcher Beschluß sehr hinderlich sein. "Diese Politik würde unsere Pläne durchkreuzen, die einen Ausbau der Laptop-Flotte für den Außen dienst vorsahen", sagt ein Sprecher des US-Flugzeugmotoren-Herstellers Pratt & Whitney Corp. Auch das Unternehmen Converse Inc. will seine Laptop-Pläne überdenken, wenn die Rechner vom Kabinengepäck ausgeschlossen werden und von einer geplanten Bestellung von vierzig Zenith-Laptops absehen.

Die Hersteller von Laptops selbst glauben nicht, daß ein entsprechen der Beschluß des DOT ihre Absatzzahlen merklich schmälern wird. Sie nehmen an, daß die große Mehrheit ihrer Kunden die Laptops nicht mit auf Flugreisen nimmt. Die Benutzer würden die Rechner in erster Linie in kleinen geographischen Gebieten einsetzen und vorwiegend mit dem Auto unterwegs sein.