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06.02.1987 - 

Fallende Preise lassen sie interessant werden:

Laserdrucker für den PC

MÜNCHEN - Desktop-Publishing mit dem PC wurde erst interessant, als kompakte Laserdrucker in der Preislage zwischen 10 000 und 20 000 Mark auf den Markt kamen. Vorher fielen diese Printer ausschließlich in die Domäne der Mainframe-Spezialisten.

Eine Laserdruckanlage kostet nicht selten eine Million Mark und hat häufig Kleiderschrankausmaße. Viel Platz benötigen die Vorrichtung für den schnellen Papiertransport und das Kühlsystem für die Helium-Neon-Laserkanone.

Das Funktionsprinzip des "Sauriers" unterscheidet sich nicht von dem der heutigen Laser-Tischgeräte: Eine Lichtquelle sorgt für Ladungsdifferenzen, die dann von einer dem Fotokopierverfahren ähnelnden Technik ausgewertet werden. Der Laser ist in der Regel fest montiert, und sein gebündelter Strahl überstreicht einen rotierenden Polygonspiegel. Dieser bestimmt die horizontale Position des Lichtbündels; pro Druckzeile wandert der Strahl einmal über eine elektrostatisch geladene Walze, die Fototrommel. Sie wird vor dem Kontakt mit dem Laserstrahl durch einen Hochspannungsdraht elektrisch aufgeladen. Trifft nun Licht auf die Walze, so entlädt sich eine kleine Fläche, und es entsteht ein, "Feldmuster".

Als nächstes dreht sich die Trommel durch eine Toner-Wanne (Toner ist eisenhaltige Trockentinte). Die gefärbten Partikel bleiben an den Stellen haften, die der Laser bestrahlt hat. Die elektrostatisch "vorbelasteten" Stellen stoßen jedoch den gleichfalls positiv geladenen Toner ab. Der nächste Schritt ist das Abstreifen der Farbteile von der Fototrommel auf das Papier oder eine Folie. Dort muß sich der Toner dauerhaft mit seiner Unterlage verbinden. Eine heiße Walze erledigt diese Aufgabe: Das "Einbacken" der Partikel beendet den Druckvorgang.

Der Unterschied zwischen Lowcost-Laserdruckern und Tischkopierern liegt im Belichtungsteil. Ein Printer erzeugt seine Lichtimpulse aktiv, während ein Kopierer das von der Vorlage reflektierte Licht zur Ladungstrennung nutzt.

Das Preisspektrum bei Laserdruckern reicht von weniger als 10 000 Mark bis zu mehreren hunderttausend Mark. Gibt sich der Anwender mit einer Ausgabeleistung von sechs bis zehn DIN-A4-Seiten pro Minute zufrieden, kosten die Printer um 10 000 Mark. Doch der Anschaffungspreis ist nur ein Teil des Gesamtaufwands. Während des Betriebs fallen laufende Kosten für Toner-Kassetten, Fototrommel und Spiegel an. Alles in allem lassen sich für ein bedrucktes Blatt Papier etwa 10 Pfennig veranschlagen.

Die Standardauflösung der Lichtzeichner liegt bei 300 mal 300 Punkten pro Quadratzoll. Dies Rasterformat gilt für Grafik und Schrift gleichermaßen: Text wandelt ein Laserdrucker mit Hilfe von Font-Tabellen in Bit-Image um. Jeder Printer besitzt mindestens einen Zeichensatz, der in seinem ROM gespeichert ist. Daneben stehen oft RAM-Bereiche für anwendereigene Buchstaben und Symbole zur Verfügung. Den Schreib/Lese-Speicher müssen die Fonts mit dem Buffer für den Bildaufbau teilen. Wenig RAM-Kapazität heißt daher nicht nur wenige kundenspezifische Schrifttypen, sondern auch eine geringere Druckauflösung.

Über die Rechnerschnittstelle (meist Centronics oder RS232) kommen bei einigen Druckermodellen Grafikbefehle statt der umfangreichen Bit-Image-Dateien. Standards wie GKS oder die Metasprache Postscript gehören zum Befehlssatz eines "Elsa" von Olympia oder "LaserWriter" von Apple.