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28.03.1986 - 

BASF erweitert Mainframe-Peripherieangebot:

Laserdrucker für große Rechenzentren

HANNOVER (CW) - Als wichtigste Neuerung des Hauses stellte die BASF den Hochleistungs-Laserdrukker 6890 mit einer Druckleistung von 88 Seiten je Minute der Messeöffentlichkeit vor. Eine Premiere stellte auch der Schnellspeicher 6580 dar, der Plattenspeicheranwendungen für die Halbleitertechnik erschließen soll und je nach Ausbaustufe 128 bis 512 Megabyte faßt.

Der Laserdrucker 6890 ist für größere Rechenzentren gedacht. Dies verdeutlichen die Ludwigshafener auch durch seinen Preis von 325 000 Mark. Dafür erhält der Käufer eine Maschine mit 3203-5-Schnittstelle, der Möglichkeit zur Rotation der Schriftsätze und verschiedenen Zeichensätzen mit einer Auflösung von 10 x 10 Punkten pro Quadratmillimeter. Dies entspricht dem weithin üblichen Wert von 240 x 240 Punkten je Quadratzoll. Die Leistungsaufnahme der Maschine beträgt 6 kVA. Wenn man die Ausgaben für Toner und Wartung berücksichtigt, entstehen nach Herstellerangaben bei einem Druckvolumen von 600 000 Seiten im Monat Kosten zwischen 15 000 und 20 000 Mark. Hergestellt wird der Drucker von der japanischen Hitachi-Tochter Koki. Die Maschine wird ab dem vierten Quartal des laufenden Jahres lieferbar sein.

Der Schnellspeicher 6580 wird an den Hostrechner angeschlossen wie eine normale Magnetplattenstation, legt seine Daten aber in einem aus 256-KB-Chips aufgebauten Halbleiterspeicher ab. Dadurch entfällt ein Großteil der Zeitverluste durch Suchen der Daten auf der Platte. Die Grundausführung mit 128 Megabyte kostet eine runde Million. Dem stehen Durchsatzverbesserungen nach BASF-Berechnungen von bis zu 50 Prozent gegenüber. Die Halbleiterspeicher emulieren Festplattenspeicher der Serien 625X und 648X und können an die Datenstromkanäle der BASF-Rechner 7/6X, 7/7X, 7/8X und 7/9X (entsprechend IBM 303X, 308X, 309X und 4300) angeschlossen werden. Die Nachteile eines Halbleiterspeichers, nämlich Datenverlust bei Stromabschaltung oder -ausfall, lassen sich vermeiden, wenn eine Batterieeinheit 6581 zum Einsatz gelangt. Diese Einheit puffert den Speicher im Fall eines Falles und überträgt die Daten auf eingebaute Winchesterlaufwerke .

Ebenfalls neu auf der Messe ist die von BASF entwickelte Kanalverlängerung 6044. Mit Hilfe von Laser-Impulswandlern transformiert das Gerät Datensignale in Lichtsignale und nach der Übertragung via Glasfaserkabel wieder zurück. Auf diese Weise lassen sich Peripheriegeräte in Entfernungen von bis zu fünf Kilometern vom Prozessor aufstellen, ohne daß nachteilige Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit zu erwarten sein sollen. Je nach Betriebsart und Entfernung schafft der 6044 Übertragungsraten bis zu 1,4 Megabyte pro Sekunde.