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Ergonomie und Leistung lassen sich aufgrund neuer Technologien verbinden:

Laserdrucker kann Typenrad ablösen

18.05.1984

MÜNCHEN (CW) - Wie attraktiv das zukünftige "papierlose Büro" auch sein mag, Informationen in dauerhafter und lesbarer Form liefert gegenwärtig noch der Drucker. Dies reicht von schwer zu entziffernden EDV-Listen bis hin zu Schriftstücken in Korrespondenzqualität. Bei den Druckertechnologien lassen sich die am stärksten verbreiteten Typenrad- und Matrixgeräte, der Tintenstrahlprinter (Ink-jet), der Laser- sowie Thermodrucker unterscheiden.

Mit einem eigenen Betriebssystem und einem Arbeitsspeicher ausgestattet, kann der Drucker Betriebsfunktionen elektronisch steuern und ist für besondere Anwendungsbereiche speziell programmierbar.

Der Anwender hat bei Auswahl des Druckerherstellers und des Druckertyps weitgehend freie Hand, da serienmäßig Schnittstellen zu anderen Fabrikaten vorhanden sind. Kompatibilität sollte allerdings nicht nur auf dem Papier bestehen, zu ihr gehören die Herstellergarantie, das Interface mit zugehörigem Puffer, angepaßte Kabel und die deutsche Gebrauchsanweisung.

Der Typenraddrucker arbeitet im Prinzip ähnlich wie der Kugelkopf, den er bereits weitgehend aus den Büros verdrängt hat. Dieser Vonzeichendrucker mit geprägten Typen druckt die Zeichen in aufeinanderfolgender Reihe. Beim Typenrad sind die Druckertypen auf elastische Speichen eines Trägerrades aus Metall oder Kunststoff angebracht.

Die Druckgeschwindigkeiten liegen etwa zwischen 20 und 70 Zeichen pro Sekunde. Durch seine gute Druckqualität findet der Typenraddrucker vorwiegend in der Texterstellung mit Ansprüchen an hohe Schriftqualität ("Schönschrift"), etwa bei Korrespondenzen, häufige Anwendung. Bei mathematischer oder grafischer Applikation erfüllen entsprechende Ergänzungen die speziellen Anforderungen.

Zusatzeinrichtungen ermöglichen den Transport von Endlosformularen und automatischen Einzelblatteinzug. Für anspruchsvolle Grafikausgabe eignen sich diese Vollzeichendrucker jedoch nicht. Sie arbeiten mit einem schon nicht mehr nur störenden Geräuschpegel. Abhilfe können hier Schallschluckhauben schaffen. Der Preis liegt über dem eines Matrixdruckers. Verbesserungen bei Typenradprintern stellen die Vergrößerung des Zeichenvorrats, eine Doppelbelegung des Typenrades, und Doppeldruck, die Kombination zweier Zeichen, dar.

Matrixdrucker produzieren Zeichen als eine matrixförmige Punktanordnung. Der Druckkopf besteht aus einer Anzahl dünner Stifte, die im 90-Grad-Winkel auf die Druckseite gerichtet sind. Die Nadeln werden über ein Farbband auf das Papier gedruckt, wobei die Druckqualität um so besser ausfällt, je mehr Stifte ein Zeichen erzeugen.

Zur Zeit versuchen die Hersteller, mit einem 24-Nadeldruckkopf die Qualität von Vollzeichendruckern zu erreichen. Dabei läßt der gestaffelte Doppeldruck des Schönschreibmatrixdruckers das Punktraster verschwinden und liefert nahezu Korrespondenzgüte. Jede Zeile wird zweimal gedruckt, indem der Druckkopf bei dem zweiten Ablauf zum Einfärben der Punktzwischenräume ein wenig geschwenkt wird.

Einen ähnlichen Effekt erreicht der Druckkopf aus zwei Nadelreihen, die, hintereinander versetzt, die Punkte des Zeichens miteinander verbinden. Besonders der Doppeldruck beansprucht wesentlich mehr Zeit, die Druckgeschwindigkeit halbiert sich etwa. Für ein weniger gediegenes Schriftbild kann wahlweise auf ein schnelleres Tempo umgeschaltet werden. Als sehr schnell gelten 600 Zeichen pro Sekunde, der untere Leistungsbereich beginnt mit etwa 60 Zeichen pro Sekunde. Durch die Druckwegoptimierung, bei der nicht zu bedruckende Flächen - auch in der Druckzeile selbst - ausgelassen werden, verbessert das Matrixsystem weiter seine Leistung.

Da sich bei Matrixprintern jeder einzelne Punkt auf dem Papier ansteuern und so der Normaldruck zum Punktlinienraster variieren läßt, erhält das Gerät Grafikfähigkeit.

Die neue Generation der Tintenstrahldrucker arbeitet nach dem Prinzip des Unterdrucksprühens. Dabei kommt im Gegensatz zu dem überholten Hochdruckverfahren keine überschüssige Tinte auf das Papier. Die Trockenspanne entfällt, der Schriftzug ist nahezu sofort wischfest. Mit dem neuen Druckverfahren konnten gleichzeitig die Produktionskosten des "Ink-jets" um einiges gesenkt werden. So empfehlen den Tintenstrahldrucker nicht nur sein niedriger Preis, sondern auch das beachtliche Leistungsverhältnis und der "lautlose" Lauf als besonders geeigneten Arbeitsplatzdrucker.

Die Schriftqualität reicht an Schönschriftkriterien heran. Ein Zeichensatzgenerator macht ihn flexibel für unterschiedlichste Anwendungen. Jede Art von Grafik läßt sich ausgeben, wobei Ausführungen für Mehrfarbdruck von drei bis acht Farben erhältlich sind. Da der Aufbau des Druckkopfs dem des Nadeldruckers ähnelt, erzeugt er gleichfalls Breitschrift (jeder Punkt wird zweimal in horizontaler Richtung abgedruckt).

Printer mit einem kontinuierlichen Tintenstrahl lenken in einem Kanal die Flüssigkeit auf das Papier, wobei elektrische Impulse und Bewegungen des Druckkopfs den Farbstrahl in Tropfen aufspalten. Überflüssige Tinte führt ein Recyclingsystem in den Kreislauf zurück, ein allerdings aufwendiges und kostenintensives Verfahren. Bei Bedarfstintenstrahldruckern füllt eine Patrone mehrere Kanäle mit Tinte. Auf Druckeinwirkung hin bespritzen Farbtropfen das Papier. Bei diesem Vorgang tritt keine überflüssige Tinte aus, der komplizierte und teure Recycleablauf entfällt.

Mit Grafikausgabe

Neueste Ink-jet-Entwicklungen, die auf einem kontinuierlichen Tintenfluß basieren und bei denen die Düse in einem elektromagnetischen Feld gesteuert wird, erreichen Vollzeichenqualität. Thermodrucker, ebenfalls sogenannte nicht-mechanische Drucker, arbeiten auf der Basis von wärmeempfindlichem Spezialpapier, dessen Beschichtung durch den Druckkopf entfernt wird und dadurch Farbe unter der Oberflächenschicht freilegt. Mit der entsprechenden Ausstattung geben diese Printer auch Grafik aus. Das sehr günstige Preisverhältnis dieser Drucker (bei einer Druckgeschwindigkeit zwischen 30 und 100 Zeichen pro Sekunde) wiegt allerdings bei umfangreichem Druckvolumen die Ausgabe für das Spezialpapier nicht auf.

Bis vor kurzem noch so etwas wie Zukunftsmusik, startet nun der Laserdrucker zum ausgedehnten Büroeinsatz. Besonders schnell und mit

hoher Schriftqualität, beginnen sich einige "Low-cost"-Laser für den Bürogebrauch auszuzeichnen. Dicht an der 10000-Mark-Grenze zeigt dieser Printer eine Reihe außerordentlicher Leistungen.

Das Preis/Leistungsverhältnis bei Druckern, die für die Kooperation mit Arbeitsplatz- und Mikrocomputern geeignet sind, hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend verbessert. Diese Entwicklung werden neue Wiedergabeverfahren wie Elektrostatik, Elektroerosion, Elektrooptik und optimierender Thermodruck weiter vorantreiben. Dabei sind nicht nur die Schriftqualität und die Geschwindigkeit der neuen Gerate bestimmende Kriterien, sondern gleichermaßen kräftig wird ihre Wirtschaftlichkeit zu Buche schlagen.