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11.10.1985 - 

Japaner brachten erstes brauchbares Modell im unteren Leistungsbereich:

Laserdrueker jetzt auch am Arbeitsplatz

MÜNCHEN - Vor zehn Jahren brachte die IBM mit dem Laserdrukker 3800 den ersten Non-lmpact-Printer auf den Markt, der mit einer Leistung von 20 000 Zeichen pro Minute für den zentralen Einsatz in Großrechenzentren bestimmt war. Dieses Gerät ähnelte mit seinem Gewicht von mehr als einer Tonne eher einer Werkzeugmaschine als einem herkömmlichen Drucker.

In den Jahren nach dem 3800-Announcement teilten sich IBM, Siemens und Xerox den Markt im Bereich der Mammut-Druckmaschinen. Erst in jüngster Zeit entwickelte sich aus der Kopiertechnik eine neue Generation von Laserdruckern, die sich hinsichtlich Abmessungen, Bedienerfreundlichkeit und Anschaffungspreis als Arbeitsplatzdrucker eignen.

Von den Japanern beherrscht

Die der Kopiermarkt, so wird auch der Markt für Klein-Laserdrucker von den Japanern beherrscht. Eines der ersten wirklich brauchbaren Druckwerke im unteren Leistungsbereich brachte der japanische Kopier-Spezialist Canon mit dem Druckwerk LBP-8 heraus. Dieses Druckwerk mit einer Leistung von acht DIN-A4-Seiten/Min. zeichnet sich durch eine kompakte Bauform, durch Bedienerfreundlichkeit und nicht zuletzt durch einen Endverkaufspreis aus, der je nach Ausstattung zwischen 10 000 und 25 000 Mark liegt.

Alle Verbrauchsteile wie Selentrommel, Toner und Entwickler sind in einer kompakten Druckerpatrone zusammengefaßt, die jeder Anwender ohne besondere Fachkenntnisse und ohne sich die Hände schmutzig zu machen, mit wenigen Handgriffen (...)wechseln kann. Die Auflösung von 300 Bildpunkten pro Zoll ermöglicht eine sehr gute Druckqualität.

Dieses Druckwerk ist standardmäßig mit einer Video-Schnittstelle ausgestattet. Das reicht noch nicht für den Anschluß an den Computer. Es fehlt an Intelligenz, die Zeichen, Symbole und Grafik in ein Punktraster von 300 x 300 Punkte pro Zoll zerlegt und dem Anwender die Möglichkeiten eines Non-Impact-Drukkers erschließt. Dazu gehören Funktionen wie mischen verschiedener Zeichensätze, Hochformat- und Querformat, Inversdruck, Unterstreichung, verkleinerte Darstellung, Formulargrafik und die Bereitstellung der passenden Schnittstelle.

Das Fehlen dieser Intelligenz haben weltweit verschiedene Firmen als Herausforderung betrachtet und einen entsprechenden Controller entwickelt. So bieten Hewlett-Pakkard, QMS/USA, Corona/USA oder Interkom München Laserdrucker an, die in ihren Grundeigenschaften wie Leistungsdurchsatz, Schreibdichte, Druckqualität, Papierformat und Bedienerfreundlichkeit identisch sind, hinsichtlich Intelligenz, Schnittstelle und Preis jedoch erhebliche Unterschiede aufweisen.

Einige Eigenschaften des Laserdruckers sind im folgenden aufgezählt. Für Textverarbeitung und EDV-Ausdrucke stehen eine Reihe von Schriften wie Pica, Elite, Clarenton, OCR oder Barcode für Hochund Querformat zur Verfügung. Standard-Zeichenabstände von 10, 12 und 17,5 Zeichen pro Zoll sowie unkonventionelle Zeichenabstände ermöglichen Zeilenbreiten von 77, 80, 128, 132, 178 und 196 Zeichen pro Zeile. Standard-Zeilendichten von sechs oder acht Zeilen pro Zoll sowie unkonvetionelle Zeilenabstände ermöglichen 66, 72 oder 92 Zeilen pro Seite.

Bis zu 16 Zeichensatze a 128 Zeichen können im Drucker fest eingebaut werden und sind in Hochformat beliebig untereinander mischbar. Verschiedene nationale und internationale Zeichensätze stehen zur Verfügung, darunter auch der volle, IBM-PC Zeichensatz mit 256 Zeichen. Ebenfalls im Hochformat werden Funktionen wie Hoch/ Tiefstellungen, Unterstreichungen, Inversdruck und Fettdruck unterstützt.

Im Querformat können 132stellige Computerlisten mit 66 oder 72 Zeilen/Seite ausgedruckt werden. In verdichteter Schreibweise sind bis zu 196 Zeichen pro Zeile realisierbar. Die Zusatzeinrichtung Formulargrafik ermöglicht die Hinterlegung von zwei Hintergrund-Formularen, die im Down-Load-Verfahren in den Drucker geladen und mit dem noch folgenden Text gemischt ausgedruckt werden können.

Per Verkleinerungsoption lassen sich im Hochformat zwei Querformat-Seiten untereinander und im Querformat zwei Hochformat-Seiten nebeneinander ausdrucken. Diese Zusatzeinrichtung verdoppelt nicht nur die Ausgabegeschwindigkeit, sie führt auch zu einer wesentlichen Reduzierung der Betriebskosten.

*Horst Meder ist Geschäftsführer der Interkom GmbH, München