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05.11.1999 - 

Sammelklage in den USA endet mit Vergleich

Laufwerks-Fehler kommt Toshiba teuer zu stehen

MÜNCHEN (CW/(IDG) - Ein Fehler in den Controllern der Floppy-Laufwerke seiner Notebooks kommt Toshiba teuer zu stehen. Ein nach einer Sammelklage von US-Kunden erzielter Vergleich sieht Zahlungen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Dollar vor.

Zwei Toshiba-Kunden hatten vor sechs Monaten im texanischen Beaumont eine Sammelklage gegen den Hersteller eingereicht. Ein Fehler in den Controllern der Diskettenlaufwerke habe zu Datenverlusten geführt, so der Vorwurf.

In dem vergangene Woche erzielten Vergleich verpflichtet sich Toshiba zwar, betroffenen Kunden Rabatte von jeweils bis zu 443 Dollar einzuräumen, lehnt aber gleichzeitig jegliche Haftung ab. Ein Problem oder einen Defekt gebe es nicht, so die offiziellen Verlautbarungen.

Bestandteil des Vergleichs ist unter anderem die Verpflichtung Toshibas, ab 8. November andere Laufwerks-Controller für die Notebooks einzusetzen. Ab 10. November soll ein Software-Patch zur Verfügung stehen. Abhängig vom Verkaufsdatum könnten Anwender auch eine hardwarebasierte Lösung erhalten.

Wie viele Rechner von dem Bug betroffen sind, hat Toshiba bis Redaktionsschluß nicht mitgeteilt. Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf dem Verfahren nahestehende Quellen, es handle sich um mehr als fünf Millionen Notebooks. PCs und Server von Toshiba wiesen den Fehler nicht auf.

Nicht auszuschließen ist offenbar, daß auch Rechner, die außerhalb der USA verkauft wurden, mit den defekten Controllern ausgestattet sind. In einer Pressemitteilung der deutschen Toshiba-Niederlassung ist von einem "theoretischen Auftreten eines Fehlers beim Betrieb des Diskettenlaufwerks" die Rede. Toshiba Deutschland verweist in diesem Zusammenhang auf die ab 10. November im Web verfügbare Software (www.toshiba.de/pc/service/ index.htm), die eventuelle Fehlfunktionen verhindern könne.

Daß die Angelegenheit für To- shiba mit dem Vergleich beendet ist, halten Beobachter für unwahrscheinlich. Die Fehlfunktionen sollen den Quellen zufolge auf ein Chipdesign zurückzuführen sein, das zunächst NEC und Intel in entsprechenden Produkten verwendeten. Andere Chiphersteller hätten das Design kopiert und ebenfalls darauf basierende Produkte hergestellt.