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10.02.1995

Leasing-aehnlicher Vertragsmodus Zahlung nach Nutzungsdauer soll PPS-Kosten einschraenken

MUENCHEN (CW) - Den in finanzieller Hinsicht sanften Einstieg in eine neue PPS-Welt will die Westland-Sitec GmbH aus Miesbach mit einem alternativen Lizenzierungskonzept ermoeglichen. Der Hersteller verleiht die fuer die AS/400 geschriebenen Module des PPS-Systems "Mysoft" und rechnet nach Nutzungsdauer ab.

Auch im mittelstaendischen Bereich sind 150000 bis 200000 Mark fuer die Einfuehrung eines umfassenden PPS-Systems schnell ausgegeben. Ist damit noch ein Wechsel auf die AS/400 verbunden, etwa als Upgrade von PCs, droht vielen Betrieben eine Kostenlawine bei der Softwarebeschaffung. Vor allem kleinere Unternehmen scheuen bislang diese Investitionen und verzichten daher auf viele Programme. Aufgrund dieser Situation erhofft sich Westland-Sitec mit einem preisguenstigen, auf Nutzungskosten basierenden Abrechnungskonzept neue Absatzmaerkte fuer das Produkt Mysoft.

Das PPS-System besteht aus 24 Modulen, die sich jeweils auch einzeln einsetzen lassen. Die Komponenten umspannen laut Hersteller das gesamte Betriebsgeschehen von der Auftragsbearbeitung ueber die Produktionssteuerung und den Versand bis zum Zahlungseingang einschliesslich aller notwendigen Management-Zahlen. Die vom Anwender gewuenschten Bausteine werden installiert, die Abrechnung erfolgt ueber ein monatlich erstelltes Protokoll mit den Nutzungszeiten pro Programm und User (Dialog oder Batch). Dafuer ist eine Modemverbindung notwendig, die Westland-Sitec zum Mysoft-Zugang beim User berechtigt.

Nach einem vom Hersteller angefuehrten Zahlenbeispiel liegt der Rechnung ein Preis von stuendlich 3,10 Mark fuer die Softwarenutzung sowie von 60 Pfennig fuer Wartung plus Hotline zugrunde. Bei einem Betrieb mit zehn Mysoft-Usern, die durchschnittlich 3,5 Stunden pro Arbeitstag mit dem PPS-Paket arbeiten, fallen demnach monatliche Gesamtkosten von 2590 Mark (2170 Mark fuer Nutzung und 420 Mark fuer Wartung bei 700 Stunden) an. Hinzu kommen einmalige Installationskosten, die in dem Beispiel 6500 Mark inklusive eines Schulungstages betragen.

Auch die Anpassung der Standardkomponenten an betriebsspezifische Belange muss extra gezahlt werden, es sei denn, der Anwender entschliesst sich zum Erwerb des Sourcecodes. Will der Kunde nachtraeglich das Programmpaket oder einzelne Module kaufen, wird ihm das bezahlte Nutzungsentgelt teilweise angerechnet: von 70 Prozent im ersten bis 40 Prozent im vierten Nutzungsjahr.