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09.11.1979 - 

Zur IDC-Second-Hand-Preis-Tabelle:

Leasing mit Blick auf den Gebrauchtcomputer-Markt

MÜNCHEN (je) - Es liegt auf der Hand, daß die Entscheidung, einen Computer zu "leasen", auch von den Preisen am Gebrauchtcomputer-Markt beeinflußt wird. Doch nur die Preise zur Zeit der Vertragverhandlungen, sondern auch die zum Zeitpunkt der Beendigung geltenden

Preise sind für den Leasingnehmer von - je nach Art der Vertragsgestaltungs - unterschidlichem Interesse. Kein unmittelbares Interesse an den späteren Preisen dürfte lediglich derjenige Leasingnehmer aufbrigen, der einen "Vollamortisationsvertrag ohne Option" unterschrieben hat.

Vollamortisationsverträge (Full-pay-out-Verträge) sind so konstruiert, daß mit dem Ende der Vertragszeit die gesamten Kosten des Leasinggebers einschließlich seiner Gewinnspanne abgedeckt sind. Läuft ein solcher Vertrag aus, bleibt dem Leasingnehmer nur die Rückgabe des "geleasten" Gegenstands an den Leasinggeber. Wurde jedoch eine Kaufoption vereinbart, so hat der Leasingnehmer das Recht, den Gegenstand zum nach der amtlichen AfA-Tabelle ermittelten Buchwert oder dem niedrigeren "gemeinen Wert" zu erwerben.

Macht der Leasingnehmer von einer vertraglich vereinbarten Mietverlängerungsoption Gebrauch, so werden die Leasingraten entsprechend dem tatsächlichen Wertverzehr im Verlängerungszeitraum neu festgesetzt.

Teilarmortisationsverträge (Non-pay-out-Verträge) gewährleisten dem Leasinggeber keinen vollen Kostenausgleich aus den laufenden (meist monatlichen.) Zahlungen, sondern erst aus Zusatzvereinbarungen. Sieht der Vertrag beispielsweise ein Andienungsrecht des Leasinggebers vor und kommt mit Auslaufen des Vertrags kein Verlängerungsvertrag zustande, so darf der Leasinggeber seinem Vertragspartner den fraglichen Gegenstand zum bei Vertragsbeginn festgelegten Preis "aufzwingen".

Ist bei Vertragsbeedigung eine Mehrerlösbeteiligung des Leasingnehmers vorgesehen, so erhält der Leasingnehmer - aus steuerrechtlichen Gründen - maximal 75 Prozent des über den Restbuchwert hinaus erzielten Verkaufserlöses. Unterschreitet der Second-Hand-Marktpreis aber diesen Restbuchwert, so muß der Leasingnehmer den entsprechenden Differenzbetrag der Leasing-Gesellschaft erstatten.

Beim kündbaren Leasingvertrag (Merkmale: unbestimmte Laufzeit; Mindestmietdauer) garantieren zu Vertragsbeginn festgesetzte Abschlußzahlungen dem Leasinggeber, daß er seine noch nicht amortisierten Kosten zu jedem beliebigen Kündigungszeitpunkt hereinbekommt. Dem Leasingnehmer ist jedoch der aus der Weiterverwertung des Leasingobjekts erzielte Nettoerlös auf seine Abschlußzahlung anzurechnen. Ob der Nettoerlös zu 100 Prozent oder darunter zur Anrechnung kommt, entscheidet sich nach den Einzelumständen.

Wegen des erleichterten Übergangs auf neue Modelle ist dieser Vertragstyp vor allem bei Mobilien verbreitet, die dem raschen technischen Fortschritt unterliegen - also auch bei EDV-Anlagen.