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09.01.2004

Leichte Besserung, aber keine Entwarnung in Sicht

Die Zeichen im Servicemarkt stehen auf Erholung. Die Anbieter gehen zuversichtlich in das neue Jahr. Obwohl Auslastung und Auftragseingang wieder besser werden, ist eine Entwarnung aber noch nicht angebracht. Die Honorare fallen weiterhin, die Dienstleister arbeiten auch im neuen Jahr mit knappen Margen.

Das führt zwangsläufig dazu, dass der im letzten Jahr begonnene Konsolidierungsprozess seine Fortführung findet. Beschränkte sich die Marktkonzentration in Europa weitgehend auf die skandinavischen Länder sowie auf Frankreich und Großbritannien, dürfte die Akquisitionswelle demnächst auch verstärkt in Deutschland ihre Spuren hinterlassen.

Erste Vorboten dafür sind der anstehende Triaton-Verkauf durch Thyssen-Krupp sowie die bereits betriebenen Veräußerungen der IT GmbHs etwa von der Vorwerk Gruppe und der Drägerwerk AG. Weitere Verkäufe stehen an - Gerüchten zufolge planen mindestens zwei deutsche Großkonzerne, sich schon bald von ihren IT-Töchtern zu trennen. Doch was für die einen als Akquisition gehandelt wird, bedeutet für die anderen eine Entscheidung zum Outsourcing.

Die jüngsten Schwierigkeiten der Auslagerungsprojekte bei der Commerzbank, der Deutschen Bank und Daimler-Chrysler werden den Outsourcing-Trend nicht stoppen, aber für eine differenziertere Betrachtungsweise sorgen. In den USA zeichnet sich bereits der Trend zu kleineren Outsourcing-Deals ab. Offenbar ist unter den Anwendern die Erkenntnis gereift, dass die alles umfassenden IT-Auslagerungen enorme Probleme bereiten und wenige Vorteile bringen. Drüben entscheiden sich die Firmen zunehmend dafür, klar umrissene Teilaufgaben an Fremdfirmen zu übergeben, hüben dürfte sich der Outsourcing-Markt mittelfristig in ähnlicher Weise entwickeln.

Zudem belebt die Konkurrenz das Geschäft. Zuletzt konnte Cap Gemini im Outsourcing-Umfeld Akzente setzen, und auch einst klassische Beratungshäuser versuchen sich mehr (Accenture) oder weniger (Bearingpoint) erfolgreich im Business Process Outsourcing (BPO). Doch die neue Konkurrenz kann auch aus unvermuteter Ecke auftauchen. Dell startete im vergangenen Jahr in Europa einen Desktop-Service, der die Betreuung der Arbeitsplatzrechner erlaubt. Ähnliche Angebote gibt es auch von EDS und IBM, und sie zeigen einen weiteren Trend: Gefragt sind künftig einfache, vergleichbare, remote auszuführende und günstige Services. Immer mehr IT-Dienste werden mit immer weniger Servicemitarbeitern erbracht. Das heißt aber auch: Der Arbeitsmarkt für IT-Dienstleister und -Berater bleibt problematisch.

Joachim HackmannIT-Services