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19.10.2001 - 

Laut Umfrage in der New Economy

Leichte Defizite in der Personalarbeit

FRANKFURT/M. (CW) - Der innovative Ruf der New Economy muss nach einer Umfrage von Pricewaterhouse-Coopers mit Blick auf strategische Aspekte der Personalarbeit in Frage gestellt werden. Durch die Auslagerung administrativer Aufgaben könnte mehr Spielraum für die Mitarbeiterentwicklung entstehen.

Gerade in der New Economy hängt der Unternehmenserfolg laut Pricewaterhouse-Coopers entscheidend von der Innovationsfähigkeit, Serviceorientierung und Flexibilität der Mitarbeiter ab. Dies setze ein effizientes Personal-Management voraus. Die Arbeit der Personalabteilungen spiele indes unter den 170 befragten Unternehmen des Neuen Marktes mit mehr als 100 Mitarbeitern strategisch eine untergeordnete Rolle. Zudem würden klassische Aufgaben der Personaladministration wie Arbeitsverträge und Gehaltsabrechnungen nicht ausgelagert, sondern von den Unternehmen selbst wahrgenommen.

Personalsuche via JobbörseIn der Old Economy indes sei die Ausgliederung dieser administrativen Aufgaben an externe Dienstleister weit verbreitet. Die Personalabteilungen könnten so den Schwerpunkt auf die Personalentwicklung und -führung verlagern. Lediglich bei der Suche nach Personal griffen knapp 40 Prozent der jungen Unternehmen zusätzlich auf externe Jobbörsen und Personalberater zurück.

Lediglich Trainingsmaßnahmen finden in 80 Prozent der befragten Firmen im Rahmen einer Bedarfsplanung statt. Personalentwicklungsprogramme für Manager oder den Führungsnachwuchs lägen erst im Ansatz vor. Insgesamt hätten die Aktivitäten der Personalentwicklung eher den Charakter von Einzelmaßnahmen.

Regelmäßige MitarbeitergesprächeFast alle befragten Betriebe setzen zur Personalanalyse Instrumente der Leistungsbeurteilung und -planung ein. Hierzu gehören regelmäßige Mitarbeitergespräche und Zielvereinbarungen sowie die Beurteilung von Projektverantwortung. Eine ganzheitliche Umsetzung von Kompetenzmodellen gibt es indes in weniger als der Hälfte der Firmen.

Die Personalarbeit der New Economy ist nach Einschätzung des Beratungsunternehmens jedoch auch von innovativen Ansätzen geprägt. Bei der leistungsorientierten Vergütung liege sie weit vor der Old Economy: 87 Prozent der befragten Firmen nutzten dieses Instrument und überprüften es anhand von Zielvereinbarungen.

Der Mythos vom dynamischen Unternehmen, in dem Mitarbeiter ohne Blick auf die Uhr arbeiten, scheint sich laut Pricewaterhouse-Coopers zu bestätigen. Ein Drittel der befragten Firmen betreibt keine Arbeitszeiterfassung. Doch auch in der New Economy wachse das Bedürfnis der Mitarbeiter nach einer Balance zwischen Arbeit und Freizeit sowie nach dem Ausgleich der Überstunden. Dem tragen nach Auswertung der Umfrage bereits fast 80 Prozent der Firmen Rechnung, 15 Prozent erkennen zumindest einen Bedarf, der künftig erfüllt werden soll.

Auch die in der New Economy angebotenen Sozialleistungen brauchen den Vergleich mit der Old Economy nicht zu scheuen: Sie reichen vom Dienstwagen über vermögenswirksame Leistungen bis hin zu Sonderurlaubsregelungen wie Sabbaticals. Nach der Wachstumsphase in der New Economy, die vor allem durch Personalrekrutierung und -aufbau gekennzeichnet war, liegen laut Pricewaterhouse-Coopers nun die Prioritäten in der langfristigen Bindung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Die Berater empfehlen, die Personalführung stärker als Erfolgsfaktor in die Unternehmensstrategie zu integrieren.