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31.10.1975 - 

Programmierung: Zu wenig Planung, schlechte Dokumentation

Leistungsbeurteilung ist fragwürdig

MÜNCHEN - Die Beurteilung der Programmierleistung ist in vielen Betrieben eine fragwürdige Angelegenheit. Dieser - Schluß kann aus einer neuen Studie des Münchner Marktforschungsinstituts Infratest gezogen werden. Zwar erklärten 94 Prozent der insgesamt 135 befragten Programmierungsleiter in Firmen mit Systemen ab IBM 370/145 oder Siemens 4004/35, die Leistung der Programmierer können ausreichend beurteilt werden - aber nur in 41 Prozent der Unternehmen gibt es regelmäßige Arbeitsplatz- und Leistungsbewertungen für Programmierer. Bei einer Kontrollfrage sagten sagten immerhin 22 Prozent der Abteilungsleiter, es gebe keine Beurteilungsmaßstäbe für die Programmier-Leistung.

Neben "Fachkenntnissen" nannten die Programmierungsleiter zu 24 Prozent Zeitbedarf und Termineinhaltung als Maßstab für die Leistungs beurteilung. Andererseits gaben aber nur 61 Prozent der großen EDV-Anwender an, ein Zeit- und Kostenbudget für die einzelnen Programmentwicklungen zu besitzen. Es dominiert jedoch Skepsis: 86 Prozent der Leiter von Programmier-Abteilungen halten die Leistungen ihrer Mitarbeiter für steigerungsfähig - und zwar um 5 bis 50 Prozent (im Mittel um 25 Prozent).

Normiert: nur 3 Prozent

Bei der Programmplanung dominieren konventionelle Hilfsmittel: die Hälfte der Befragten verwendet nur Datenflußpläne und/oder Blockdiagramme, nur 15 Prozent Entscheidungstabellen, Programmstrukturpläne nur 9 Prozent und normierte Programmierung erst 3 Prozent.

Wartung ist unbeliebt

30 Prozent ihrer Arbeitszeit verwenden die Programmierer auf Pflege vorhandener Anwendungen - aber oft nur ungern: denn 39 Prozent klagten über lange Einarbeitungszeiten in fremde Programme. 20 Prozent über Verständigungsschwierigkeiten und 15 Prozent über ungenügende Dokumentation .

26 Prozent schreiben ein Programm deshalb lieber gleich neu, als sich in ein vorhandenes einzuarbeiten. Weitere 28 Prozent tun das unter bestimmten Voraussetzungen (größere Änderungen, schlechte Dokumentation etc.). Nicht einmal ein Drittel befaßt sich bei Änderungsaufgaben auf jeden Fall lieber mit einem vorhandenen Programm, als ein neues zu schreiben. -pv