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Zahl der Anbieter sinkt jedoch weiter


01.11.1996 - 

Leiterplatten-Markt in Europa bleibt weiterhin stabil

Diese Prognose basiert auf einer neuen Studie des internationalen Marktforschungs- und Consulting-Unternehmens Frost & Sullivan. Neben Prognosen zum europäischen PCB-Markt (Printed-Circuit-Boards) bis zum Jahr 2002 werden die über 50 führenden europäischen Leiterplatten-Hersteller analysiert und ihre Geschäftsaktivitäten näher betrachtet.

Zersplitterung des europäischen Marktes

Der Untersuchung zufolge stellt der europäische Markt für Leiterplatten ein wachsendes und wettbewerbsintensives Business dar, in dem sich mindestens 850 Anbieter tummeln. Die in den Jahren 1992 und 1993 in Europa einsetzende Rezession beeinträchtigte den Markt jedoch stark, nachdem die 80er Jahre durch eine kontinuierliche Wachstumsphase geprägt waren. In der Folge mußten daher zum Teil drastische Umsatzeinbußen hingenommen werden. Im vergangenen Jahr erholte sich die Branche jedoch dank eines neuen Wachstumsschubes die Hersteller meldeten größtenteils Rekordumsätze. Das europäische Marktvolumen insgesamt wird 1995 mit 4,17 Milliarden Dollar angegeben.

Trotz gestiegener Verkaufszahlen unterliegt, so die Studie, die Leiterplatten-Industrie jedoch noch immer einem starken Wettbewerb von Preis und Handelsspanne. Trotzdem erwarten die Auguren eine weitere Erholung des Marktes und gehen 2002 von einem jährlichen Volumen von gut sieben Milliarden Dollar aus.

In ihrer Analyse über konkurrenzfähige Bereiche beobachten die Experten von Frost & Sullivan eine anhaltende Zersplitterung des europäischen Marktes. Der Trend gehe jedoch zu einer kleineren Zahl in der Regel finanzkräftigerer Hersteller, die den größten Teil des Geschäfts unter sich aufteilen werden. So traten diesbezüglich in den letzten Jahren vor allem Firmen wie AT&S (Österreich), die Ruwel Gruppe (Deutschland), Forward Circuits (Großbritannien), die Fela Gruppe (Schweiz) und die Zincocelere Gruppe (Italien) hervor. Durchschnittlich erzielten die vier größten Hersteller in jedem europäischen Land rund 50 Prozent des gesamten Binnenmarktanteils, heißt es weiter. Obwohl Beobachter davon ausgehen, daß sich der Markt 1995 aus rund 900 Herstellern zusammensetzte (im Gegensatz zu geschätzten 2500 in den frühen 90er Jahren), wird das Verschwinden weiterer Anbieter vorhergesagt. Überkapazitäten vor allem in Deutschland und Großbritannien werden voraussichtlich zu einer Rationalisierung des Marktes führen, wird die entsprechende Prognose in der Studie begründet. Gleichzeitig dürften der anhaltende Kostenanstieg bei den Materialien sowie Preisdruck künftig Wettbewerbsfaktoren sein, die es zu berücksichtigen gelte. Bei der Analyse des Leiterplatten-Marktes nach geografischen Regionen zeigte sich der Untersuchung zufolge die führende Position Deutschlands, nämlich mit einem Anteil von 26,5 Prozent am Gesamtmarkt 1995. Auch für den Zeitraum bis 2002 wird erwartet, daß der deutsche Markt seine Position festigen und seinen Anteil auf gut 28 Prozent steigern wird.