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17.06.1994

Leitungsvermittelnde Installationen anfaelliger fuer Hacker Drahtlose Systeme sind haeufig sicherer als verkabelte Netze

FRAMINGHAM (IDG) - Bedenken, kabellose Informationssysteme waeren besonders unsicher, sind oft unbegruendet: Experten sprechen der Datenuebertragung ueber den Aether zumindest ebenso guten Schutz gegen ungebetene Gaeste zu wie festverkabelten Infrastrukturen.

Wie die amerikanische CW-Schwesterpublikation "Network World" berichtet, schaetzen viele Fachleute vor allem die Verschluesselung der digitalen Wireless-Systeme. Den Code der Uebertragungswege zu erkennen sei nur fuer sehr versierte Hacker moeglich. Zunaechst einmal muss der ungebetene Horcher das Codesystem knacken, zudem den Frequenzscanner dementsprechend modifizieren - ein schwieriges Unterfangen, so die Experten. Dagegen reicht es laut der "Network World" bei festverkabelten Netzen haeufig aus, einen Protokoll- Analyzer ins Netz zu haengen. Die am wenigsten sicheren Systeme sind wohl die analogen leitungsvermittelnden Netze. Unruehmliches Beispiel war die Aufzeichnung des Liebesgefluesters aus dem britischen Koenigshaus, das die Yellow-Press im letzten Jahr in aller Breite abdruckte.

Im Vergleich der leitungs- und paketvermittelnden Systeme fiel das Votum der Experten eindeutig zugunsten der letzteren aus: Leitungsvermittelnde Netze, ob digital oder analog, benutzen eine konstante Verbindung. Sind sie einmal angezapft, fallen die gesamten Informationen einer Uebertragung in die falschen Haende. Paketvermittelnde Systeme dagegen zerhacken die zu sendenden Daten nach einem Schema. Am Uebertragungsziel werden die Pakete wieder in der richtigen Reihenfolge zusammengefuegt - und damit sind die Lauscher meistens ueberfordert.

Zu den paketvermittelnden Diensten gehoeren X.25, Frame Relay sowie Cellular Digital Packet Data (CDPD) und Mobitex. CDPD wird teilweise bereits von Ericsson genutzt, wobei GSM-Dienste in den Sprechpausen Daten uebertragen koennen. Mobitex ist ebenfalls ein Protokoll fuer die drahtlose Datenuebertragung. Es ist bei der Gesellschaft fuer Datenfunk (GfD) im Gespraech, die Ende Mai den Zuschlag fuer ein zweites Datenfunknetzes in Deutschland erhalten hatte.