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30.05.2006

Lenovo kommt nicht in Fahrt

Der Gewinn und die Aktie des PC-Herstellers brechen ein.

Rund ein Jahr nach der Übernahme von IBMs PC-Sparte tut sich der chinesische Computerbauer Lenovo weiterhin schwer. Vergangene Woche brach die Aktie um rund sieben Prozent ein, denn der Konzern legte allenfalls durchwachsene Zahlen für sein viertes Fiskalquartal (Ende: 31. März) vor. Darin verbuchte Lenovo einen Nettoverlust in Höhe von 91 Millionen Euro nach einem kleinen Gewinn im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Analysten hatten gerade einmal mit der Hälfte gerechnet.

Lenovo

Q4/2005 Q4/2006

Umsatz 470 2464

Ergebnis 16,8 - 91

Angaben in Millionen Euro

Grund für den Einbruch waren hohe Aufwendungen für die Integration der IBM-Sparte. Laut Angaben von Lenovo schreibt das IBM-Geschäft schwarze Zahlen. Allerdings räumte das Unternehmen auch Schwierigkeiten ein. Vor allem im japanischen Markt haben die PC-Bauer Probleme, im Preiskampf um Marktanteile zu bestehen. Hier sei auch das Defizit aufgelaufen. Für das Gesamtjahr waren die Zahlen ebenfalls nicht berauschend - mit Ausnahme des Umsatzes, der dank der Übernahme um 359 Prozent stieg. Der Gewinn brach um 85 Prozent ein.

Zudem weht den Chinesen in den USA ein rauer Wind ins Gesicht: Patriotische Politiker wollen dort verhindern, dass Rechner von Lenovo in sicherheitskritischen Bereichen laufen. Im Zentrum der aktuellen Diskussion steht ein Vertrag von Lenovo mit dem US-Außenministerium über zirka 16000 PCs. Kritiker von Lenovo gaben an, der Konzern könnte mittels eingeschleustem Code auf den Rechnern Informationen sammeln und so die nationale Sicherheit der USA gefährden. Der Einsatz von 900 Lenovo-PCs wurde im State Department inzwischen auf Bereiche beschränkt, in denen es keine kritischen Informationen geben soll. (ajf)