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16.04.2007

Lenovo und die Umwelt

Alle paar Monate veröffentlicht Greenpeace ein Ranking der umweltfreundlichsten Hardwarehersteller. Diese legen auf das Urteil immer mehr Wert, können sie doch mit dem Prädikat "umweltfreundlich" derzeit bei Kunden und Partnern punkten.

Von Dr. Ronald Wiltscheck

In dem April-Report "Guide to Greener Electronics" hat Greenpeace Lenovo zum weltweit umweltfreundlichsten Technologieunternehmen gekürt. Noch im September 2006 hatte der chinesische PC-Hersteller das Schlusslicht im Greenpeace-Ranking gebildet, nun schob sich Lenovo überraschend auf den ersten Platz. Ausschlaggebend für diesen Sprung an die Spitze war laut Greenpeace die Tatsache, dass Lenovo als einziger PC-Hersteller weltweit alte Geräte wieder zurücknimmt - um sie möglichst umweltfreundlich zu recyceln. Noch bemängelt aber Greenpeace ein fehlendes Konzept zur Vermeidung von PVC und Brom enthaltenden Brandschutzmitteln.

In ihrem Guide bewertet die Umweltorganisation Computer, Handys, Gameboys und Spielekonsolen hinsichtlich der schädlichen Chemikalien in den Geräten. Wichtig für Greenpeace ist ferner das Recyclingkonzept der Hardwarehersteller.

Der Apfel bleibt rot

Unter Berücksichtigung all diese Kriterien schneidet Apple am schlechtesten ab. Im Gegensatz zu allen anderen PC-Herstellern hat die Macintosh-Company seit August 2006 keinerlei Anstrengungen unternommen, um ihr Umweltimage aufzubessern, so Greenpeace. In fast allen von der Umweltorganisation vorgegebenen Kriterien schneidet Apple schlecht oder teilweise schlecht ab. Der Hersteller befolge kein Nachhaltigkeitsprinzip, habe noch keinen Plan, PVC und Brom enthaltender Brandschutzmittel durch umweltfreundlichere Materialien zu ersetzen, und schneidet auch schwach beim Recycling und bei der Altgeräterückgabe ab.

Im Mittelfeld des Greenpeace-Rankings tummeln sich Größen wie Fujitsu Siemens, Acer und HP. Hewlett-Packard hat Boden gutgemacht bei der Wiederverwertung. FSC, das knapp vor HP und Acer liegt, hat sich gegenüber August 2006 nicht verbessert, was die Umweltverträglichkeit der vom japanisch-deutschen Konsortium hergestellten PCs betrifft.

Deutliche Fortschritte hat demgegenüber Acer gemacht. Vor einem halben Jahr noch Drittletzter, hat der taiwanesische Hardwarehersteller versprochen, bis 2009 auf PVC und bromhaltige Materialien zu verzichten. Nachholbedarf besteht noch bei der freiwilligen Rücknahme der Altgeräte und beim Thema Recycling.