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27.05.2013 - 

CEO Yang Yuanqing

Lenovo will mit Smartphones auf den US-Markt

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Lenovo will binnen Jahresfrist auch seine Smartphones auf den US-amerikanischen Markt bringen.
Der Smartphone-Markt funktioniere "eher wie die Modebranche", sagt Lenovo-Chef Yang Yuanqing.
Der Smartphone-Markt funktioniere "eher wie die Modebranche", sagt Lenovo-Chef Yang Yuanqing.
Foto: Lenovo

Das sagte Lenovo-Chef Yang Yuanqing im Interview mit dem "Wall Street Journal". Lenovo ist dieser Tage praktisch der einzige Hersteller, der nicht vom Abwärtstrend des weltweiten PC-Markts erfasst wird. Dennoch sucht Lenovo nach neuen Triebfedern für sein langfristiges Wachstum. "Smartphones sind unsere neue Chance", sagt CEO Yang. "Als börsennotiertes Unternehmen muss man immer schauen, wie man weiter wachsen kann."

Obwohl Späteinsteiger im Smartphone-Geschäfts ist Lenovo auf dem Heimatmarkt in China bereits die Nummer zwei hinter Samsung. Lenovo kam im vergangenen Jahr nach Zählung der Marktforscher von IDC in China auf elf Prozent Marktanteil nach 4,1 Prozent für 2011; Samsung führte 2012 mit 17,4 Prozent Market Share.

Schon seit dem vergangenen Jahr baut Lenovo sein Smartphone-Engagement außerhalb Chinas aus und hat damit zunächst in Wachstumsmärkten wie Indien, Russland und Indonesien begonnen. Als nächste Herausforderung stehen gesättigtere Märkte wie die USA und (West-)Europa auf dem Plan. Dort ist Lenovo, auch wenn es kurz davor steht, Hewlett-Packard als weltgrößten PC-Hersteller abzulösen, mit seiner Marke noch nicht so bekannt - und im Handymarkt erst recht nicht.

Darüber macht sich Konzernchef Yang offenbar keine größeren Sorgen. Der Smartphone-Markt funktioniere "eher wie die Modebranche", sagt der CEO. "Wir wissen um die Bedeutung des Marketings und wir werden das verstärken."

Für Mobiltelefone müsste Lenovo außerdem neue Handelskanäle aufbauen. In Schwellenmärkten in unter anderen Asien werden Handys typischerweise über Händler auf dem freien Markt verkauft. In reiferen Märkten müssen sich die Gerätehersteller hingegen stärker auf die Netzbetreiber und deren Subventionen verlassen, die dabei helfen, den Upfront-Anteil beim Gerätekauf zu verringern.

Vertriebskanäle für Smartphones in den gesättigten Märkten könnte Lenovo sich auch durch weitere Zukäufe zulegen, erklärte Yang, wollte sich aber nicht zu spezifischen Übernahmeplänen äußern. Unterm Strich dürfte die Smartphone-Expansion Lenovo erst einmal wenig bringen. Dass die Marge hier "nicht groß" sei, hatte Yang bereits im Earnings Call zu den jüngsten Quartalszahlen in der vergangenen Woche eingeräumt.

Jedenfalls will Lenovo im laufenden Geschäftsjahr 50 Millionen Computertelefonen an den Kunden bringen; im Ende März abgeschlossenen vergangenen Fiskaljahr waren es 30 Millionen Smartphones gewesen.

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