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25.06.2007

Leo nimmt neue Kunden ins Visier

Auf ihrer Hausmesse präsentierte die Leo GmbH ihren neuen Industrie-Brand "LEOtronics". Außerdem erlebten die Händler den ultimativen Gamer-PC in der Praxis.

Von Beate Wöhe

Mit den Marken Delphin, Piranha und Shark tritt die Leo GmbH bisher im Fachhandel beziehungsweise im Retail auf. Auf der Hausmesse des Herstellers am vergangenen Freitag stellte sich ein seit April dieses Jahres neuer Unternehmenszweig dem Publikum vor. Mit der Marke "LEOtronics" bietet der Hersteller Industrielösungen für die unterschiedlichsten Branchen an. So war neben Panel-PCs und Fotokiosken auf der Hausmesse auch eine neue Eigenentwicklung zu besichtigen. Es handelt sich um einen mobilen PC, der, ausgestattet mit den entsprechenden Sensoren, Giftgase aufstöbern kann und seine Messdaten automatisch an eine Leitzentrale weitergibt. Das Gerät ist zum Beispiel für Spezialeinsätze bei der Feuerwehr konstruiert. Für den Einstieg in das Geschäft für Industrielösungen hat Leo kürzlich ein Büro in Leipzig eröffnet. Neben einigen Standardprodukten soll die Marke LEOtronics Speziallösungen in Projekten abdecken. "Wir werden mit diesem Angebot direkt an Industriekunden herangehen, zur Abwicklung dann aber einen unserer 250 Vertragsfachhändler mit an Bord holen", sagt Thorsten Duffner, geschäftsführender Gesellschafter der Leo GmbH.

Wieder an Bord hat der Hersteller auch die Abteilungen Call Center und Service geholt. Dazu wurde im Oktober 2006 ein Büro in Dessau mit derzeit 16 Mitarbeitern eröffnet. "Outsourcing spart zwar bilanztechnisch Geld, ist aber nicht unsere Firmenphilosophie", sagt Duffner. Auch die Retail-RMA-Abwicklung soll vom Firmensitz in Appenweier-Urloffen nach Dessau verlagert werden. Die derzeit in der Zentrale damit beschäftigten Mitarbeiter werden andere Aufgaben im Unternehmen übernehmen.

Eine weitere Änderung wird es in der Aufteilung der Kundenbetreuung geben. Bisher hat Leo ein Team für den Fachhandel und ein Team, das die Retailer und Online-Shops betreut. Künftig will Duffner den Retail und E-Tailer getrennt betreuen, da beide Kundensegmente unterschiedliche Anforderungen an den Hersteller haben.

Deutschlands schnellster Gamer-PC

Ambitionierte Ziele hat sich Leo in der Produktkategorie Spiele-PC gesetzt. "Ich will Deutschlands schnellsten Spiele-PC. Wenn wir in dieses Segment einsteigen, müssen wir uns einen Namen machen", setzt Duffner das Ziel für seine Mitarbeiter in Technik und Fabrik. 2006 wurde bereits ein Gamer-PC aus der Leo-Schmiede von Intel für seine hohe Gesamtpunktzahl unter 3D Mark 2006 ausgezeichnet. Allerdings ist ein solcher Status im Spielesektor nur von kurzer Dauer. Der Gamer-PC für den nächsten Test ist bereits in Arbeit.

Die Produktionskapazitäten von Leo liegen bei jährlich 200.000 PCs. Um die Auslastung kontinuierlich zu erhöhen, hat Duffner neue Ideen. So prüft er die Zusammenarbeit mit kleinen Online-Shops, die Leo mit PR oder Marketingmaßnahmen unterstützen könnte.

Ein weiteres Konzept, das der Geschäftsführer plant, nennt er "Rundum-sorglos-PC". Hierbei soll älteren Menschen, die einen PC kaufen, zusammen mit Partnern ein besonderer Service angeboten werden. Mit einem Systemhausverbund laufen laut Duffner bereits Gespräche zu diesem Thema.

Langweilig wird es den Leo-Mitarbeitern also auch in Zukunft nicht werden, denn Firmenchef Duffner will nach eigener Aussage immer ein bisschen besser sein als die anderen: "A Füchsle eben".