Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

06.03.1998 - 

Tutorwin Multimedia Excel 97 für Umsteiger

Lernen an Fallbeispielen aus dem Büroalltag

Konzeption: Zielgruppe des Lernprogramms sind Anwender, die von einer älteren Version auf Excel 97 umsteigen möchten. Allen, die sich grundsätzlich informieren wollen, bietet das CBT auch einen Überblick über das gesamte Office-97-Paket, über Windows 95 und die Besonderheiten von Windows NT. Die Excel-Inhalte selbst sind in sechs Lektionen unterteilt. Darin findet der Lernende sämtliche wichtigen Funktionen vom Erstellen und Bearbeiten von Tabellen über das Verknüpfen und Formatieren bis zur Erstellung von Diagrammen. Der Aufbau ist praxisnah und logisch. Jede Lektion schließt mit einer Zusammenfassung ab. Das CBT simuliert das Excel-Original, so daß der Transfer auf die Arbeit mit der Originalsoftware erleichtert wird. Die Übungen werden an Fallbeispielen durchgespielt, die sich am realen Firmenalltag orientieren. Das CBT kann ergänzt werden durch Tutorwin Plus, schriftliche Lernunterlagen und Übungsaufgaben. Es eignet sich zum reinen Selbststudium, aber auch zum Einsatz innerhalb eines Seminars oder als Vor- und Nachbereitung. Die Sprache ist sachlich.

Interaktion: Der Simulationscharakter bewirkt, daß sich das CBT durch einen hohen Interaktionsgrad auszeichnet und handlungsorientiert ist. Der Lernende ist von Anfang an gefordert, sich anhand konkreter Übungen und Aufgaben schrittweise aktiv mit der Software vertraut zu machen. Am Ende jeder Lektion stehen einige Lernerfolgskontrollen, die auch separat angewählt werden können. Verschiedene Aufgabentypen - Multiple Choice, Kreuzworträtsel oder Zuordnungen mit Drag & drop lassen keine Langeweile aufkommen. Die Rückmeldungen auf Lerneraktionen sind, bis auf Ausnahmen, differenziert und hilfreich. Der Anwender kann sich bei Bedarf die Lösung einblenden lassen. Bisweilen ist das Programm allerdings zu streng, etwa dann, wenn der Lernende gezwungen wird, beim (simulierten) Speichern den Dateinamen mit einem Großbuchstaben beginnen zu lassen.

Der Lernende kann das komplette Programm auch im Testmodus durchlaufen und sich danach seinen Lernfortschritt mit einem Zertifikat dokumentieren lassen. Die Inhalte der bestandenen Prüfungen werden anschließend im Auswahlmenü gekennzeichnet und ermöglichen gezieltes Auffrischen der Kenntnisse. Wer mag, kann in einem Aufgabenspiel gegen die Zeit bestimmten Excel-Funktionen die richtigen Schaltflächen zuordnen. Macht man alles richtig, winkt zur Belohnung ein lautes Lachen, das allerdings eher höhnisch klingt.

Medieneinsatz: Die Informationen werden über gesprochenen Text vermittelt und auf der simulierten Excel-Oberfläche mit Zusatztexten ergänzt oder mit Markierungen visualisiert. Durch die gesprochenen Kommentare, die beliebig gestoppt und wiederholt werden können, bleibt der Bildschirm frei, und der Lernende hat jederzeit die Anwendung vor Augen. Männliche und weibliche Off-Stimme wechseln sich ab; wem es dennoch zu langweilig wird, der kann den Ton ausblenden und erhält dafür ein Textfenster. Gute Idee: In einem Extrakapitel kann sich der gestreßte Lernende mit Übungen, zum Beispiel für Rückenmuskulatur und Augen, von der Bildschirmarbeit erholen. Fotografisch dargestellte Personen demonstrieren, wie's geht, und Musik sorgt für Entspannung.

Bildschirmgestaltung: Zumeist nimmt die Excel-Simulation den ganzen Bildschirm ein. Ansonsten sind Layout, Text und Grafik eher einfach gestaltet. Eine fest installierte, permanent sichtbare Bedienungsleiste gibt es nicht, vermutlich aus Platzgründen. Statt dessen erscheinen die Navigationshilfen beziehungsweise Tasten in einem Fenster, das sich zwar farblich von den Lerninhalten abhebt, allerdings durch die gewählten Gelb- und Brauntöne nicht sehr attraktiv ist.

Navigation: Gleich zu Beginn wird der Lernende über die Bedienung des Lernprogramms informiert, darüber hinaus steht ein roter Hilfeball anklickbereit zur Verfügung. Fährt der Anwender im Hauptmenü mit der Maus über eine Lektion, erscheint ein kleines Fenster mit Hinweisen zu den Inhalten. Nachteil: Es erscheinen auch dann Fenster, wenn man sie nicht bewußt angesteuert hat. Einzelne Kapitel, Zusammenfassungen und Übungen einzelner Lektionen lassen sich direkt ansteuern. Schade, daß die durchgearbeiteten Lektionen nicht im Auswahlmenü markiert werden.

Die Navigation durch das Programm ist einfach, allerdings muß zum Wechsel in Sprungfunktionen ein separates Fenster aufgerufen werden. Bisweilen verwirrt, daß Funktionen der Excel-Simulation scheinbar aktiv sind, aber dann doch nicht ausgeführt werden können. Als weitere Funktionen stehen dem Lernenden ein Lesezeichen und ein Glossar mit den wichtigsten Fachbegriffen zur Verfügung. An einigen Stellen kann er Zusatzinformationen abrufen.

Gesamteindruck: praktisch.

Das Programm wird auf einer CD mit Installationsdiskette ausgeliefert; es ist lauffähig unter Windows 3.1, NT oder 95. Die Ein-Lerner-Lizenz kostet 250 Mark plus Mehrwertsteuer, weitere Lizenzen und Firmenlizenzen auf Anfrage bei der Prokoda GmbH, Stolberger Straße 200, 50933 Köln, Telefon: 02 21/94 98 03-0.

CBT-Kriterien

Konzeption: Sind Inhalt, Schwierigkeitsgrad und "Sprache" für die anvisierte Zielgruppe geeignet? Welche weiteren Zielgruppen kämen eventuell in Frage? Um welchen Programmtyp (zum Beispiel Tutorial oder Simulation) handelt es sich, und wie ist das CBT aufgebaut? Kann der Lernende seinen Lernfortschritt selbst steuern? Ist das Programm handlungsorientiert und der Transfer in die Praxis leicht möglich? Gibt es (sinnvolle) Begleitmaterialien für Lernende oder Trainer?

Interaktion: Stellt das Lernprogramm ausreichende und ansprechende Interaktionsmöglichkeiten bereit, die die Aktivität des Lernenden fördern? Welche Arten von Lernerfolgskontrollen sind vorhanden? Reagiert das System differenziert und motivierend auf Lernereingaben, bietet es zum Beispiel weiterführende Hilfen?

Medieneinsatz: Nutzt das CBT Audio- und Videoelemente? Sind sie professionell gemacht? Ist der Medieneinsatz didaktisch begründet und geeignet, den Lernfortschritt zu fördern?

Bildschirmgestaltung: Wie steht es um Layout, Text (Lesbarkeit, Menge etc.) und die Qualität von Grafik und Animation? Sind die Farben angemessen?

Navigation: Ist das Lernprogramm benutzerfreundlich, enthält es Bedienerhinweise? Ist die Navigation durch das Programm einfach, die Struktur klar und übersichtlich? Sind Sprünge zwischen den Modulen leicht möglich? Er- laubt das Programm flexible individuelle Bearbeitungsmöglichkeiten? Bietet das CBT sinnvolle Funktionen, etwa Lesezeichen, Lexikon, Taschenrechner, Druckmöglichkeiten, Notizzettel?

WettbewerbInteraktive Medienszenarien

Zum zweiten Mal schreiben der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und die GMD Forschungszentrum Informationstechnik GmbH den Preis "Shared Visions - Cyberstar" aus. Der "Internationale Wettbewerb für interaktive Medienszenarien" ist unterteilt in die Kategorien Internet, virtuelle Bühnenszenarien sowie Echtzeit-Fernsehkonzepte. Die Teilnehmer haben ihren Beitrag einer der Kategorien zuzuordnen, eine Kombination der Sparten ist indes erwünscht. Die drei besten Arbeiten werden im Juni 1998 mit Geldpreisen von insgesamt 35000 Mark ausgezeichnet. Der Gewinner erhält darüber hinaus die Möglichkeit, sein Projekt mit personeller und technischer Unterstützung bei der GMD zu entwickeln. Einsendeschluß für die Video-Exposés ist der 31. März 1998. Nähere Auskünfte sind erhältlich unter der Telefonnummer 02 21/220-67 28 sowie im Internet unter http://www.wdr.de.

*Ute Wolter ist freie Journalistin und Lernsystemanalytikerin in Bensheim.