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11.04.1997 - 

Commerce im Internet/Kommentar

Lernen, lernen, nochmals lernen

Mit dem "breiten Durchbruch" des Electronic Commerce, schätzte kürzlich Harald Summa in einem Interview, werde es in den USA "vermutlich Anfang 1998 soweit" sein. Der Vorsitzende des Electronic-Commerce-Forums nannte wenige Sätze später einen "Beginn einer revolutionären Entwicklung in den nächsten fünf bis zehn Jahren".

Die Unternehmensberatung Arthur D. Little schätzt, daß in drei Jahren 60 Prozent aller Unternehmen mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes über das Internet erzielen werden. IDC prognostiziert für das Jahr 2000 einen weltweiten Umsatz von 150 Milliarden Mark im globalen Netz. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich allerdings, daß alle Marktforscher einige "Wenn" eingebaut haben.

Optimismus pur ist out. Zu viele Unternehmen haben viel Geld in ihre Internet-Präsenz investiert. Was ist wieder in die Kassen gekommen? Sehr viele Firmen haben allenfalls zwei Dinge erreicht: Sie sind auch dabei. Und sie haben Erfahrungen gewonnen. Nämlich, wie man es nicht machen sollte. Was nicht heißt, daß sie jetzt wissen, wie es richtig geht.

Ja, ein paar Klagen über Dinge außerhalb der eigenen Verantwortung wären da auch noch. Keine E-Cash-Standards für schnelle und sichere Finanztransfers, fehlende oder unpräzise Regelungen über Garantierechte und Haftungspflichten, kontraproduktive Bestrebungen zur Kryptoregulierung aus Bonn (siehe Seite 20), ansonsten leere Sprechblasen von Regierungsebene etc.

Und trotz aller Defizite und Unklarheiten: Sie sollten nicht zum Abwarten verleiten. Im eigenen Haus ist genug zu tun für die Internet-Zukunft: neue Marketing-Konzepte, digitale Assistenten für die Mitarbeiter und elektronische Berater für die Kunden. Lernen ohne Rückschläge und Frustrationen gibt es eben nicht.