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17.09.1999 - 

Erste Erfolge im Kampf gegen die großen Pixel

Lesehilfe von Microsoft für elektronische Bücher

SAN FRANZISKO (IDG) - Microsoft hat eine Software angekündigt, mit der sich Texte auf Flüssigkristall-Displays besser lesen lassen. Der "Reader" soll Anfang des nächsten Jahres erscheinen und den Absatz elektronischer Bücher ankurbeln.

Das gemeine Pixel auf dem Monitor wirkt nur auf den ersten Blick klein. Tatsache ist jedoch, daß Drucker in der Lage sind, Texte wesentlich schärfer zu Papier zu bringen. Sehr zum Leidwesen der Anwender, die zum Beispiel ein großes Lesepensum über die Flüssigkristall-Bildschirme von Notebooks absolvieren müssen. Um die Kopfschmerzen der Leserschaft zu verringern, hat Microsoft den Reader entwickelt - eine Software, mit der sich die einzelnen Buchstaben wesentlich präziser abbilden lassen.

Das Tool basiert auf der "Cleartype"-Technologie, die von der Gates-Company bereits im vergangenen November vorgestellt worden war. Nach Aussage des Microsoft-Ingenieurs Bill Hill läßt sich dadurch die Anzahl der Dots per inch (dpi) auf einem durchschnittlichen Laptop von 110 auf rund 250 steigern. Erreicht werde dies, indem die Pixel - vereinfacht gesagt - dreigeteilt werden. Das Ergebnis seien glattere Kanten und eine verbesserte Lesbarkeit.

Die Anbieter von elektronischen Büchern, den sogenannten E-Books, werden die Nachrichten aus dem Hause Microsoft freuen. Denn der Markt entwickelt sich zäher als erwartet. Kaum ein Mensch war bisher bereit, rund 500 Dollar für ein E-Book zu zahlen und auf Flüssigkristall-Displays in elektronischen Wälzern zu schmökern. "Wir können mit unserer Technologie den Markt enorm erweitern", ist sich Dick Brass sicher. Der Vice-President für die technologische Entwicklung bei Microsoft erwartet sich vom Einsatz des Readers eine bislang unerreichte Lesefreude.

Augen auf beim E-Book-Kauf

Die Betaversion der digitalen Lupe soll bereits Ende des Jahres verfügbar sein. Das fertige Produkt kommt Brass zufolge im ersten Quartal 2000 auf den Markt. Ob ein kleiner Obulus entrichtet werden muß oder das Tool umsonst erhältlich sein wird, steht noch nicht fest. Innerhalb einer Dekade, so prophezeit Brass, wird der Verkauf digitaler Bücher die Anzahl der normalen Papierbände übersteigen. Doch schärfere Buchstaben sind erst der Anfang: Eigenen Angaben zufolge plant Microsoft, die Cleartype-Algorithmen auch bei Grafiken und bewegten Bildern einzusetzen.