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17.02.1995

Leserbrief Entscheidung gilt nur in den USA

Betrifft CW Nr. 4 vom 27. Januar 1995, Seite 14 : "US-Student als Softwarepirat ueberfuehrt und freigesprochen"

Dieser Bericht gibt nur die US-amerikanische Rechtsprechung, zudem auch nur eine Einzelentscheidung, wider. Nach dem deutschen Urheberrecht ist es egal, ob eine Raubkopie eines urheberrechtlich geschuetzten Computerprogramms entgeltlich oder unentgeltlich abgegeben wird. In den vergangenen 2,5 Jahren sind zirka 100 Piracy-Boards in Deutschland "gebustet" worden.

Im Gegensatz zu anderen Softwarepirateriefaellen dauern die Ermittlungsverfahren bei Mailboxen sehr lange, da die hierfuer zustaendigen Fachabteilungen der Landeskriminalaemter personell unterbesetzt und stark ueberlastet sind. Auch deutsche Raubkopierer-Mailboxen sind zwischenzeitig unter Novell vernetzte Systeme, wobei die groesseren teilweise ueber 20 Rechner und entsprechend viele parallele Telefonleitungen (darunter auch ISDN) besitzen. Auch sind Festplattensysteme im GB-Bereich insoweit als normal anzusehen.

Es liegt auf der Hand, dass die Auswertung derartiger Systeme sehr zeitintensiv ist. Trotzdem sind in Deutschland bereits mehrere Sys-Ops von Raubkopierer-Mailboxen strafrechtlich verurteilt worden, in einer Reihe von anderen Faellen ist Anklage erhoben worden beziehungsweise steht eine Anklageerhebung bevor.

Guenter Frhr. von Gravenreuth, Rechtsanwalt, Diplomingenieur (FH), Muenchen