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27.01.1995

Leserbrief Verbreitete Unsitte

27.01.1995

Betrifft: CW Nr. 51/52 vom 23. Dezember 1994, Seite 28: "Den Anschluss verpasst: Deutsche Software ist auf dem Abstellgleis"

Dr. Witt ruft nach einer "aufgeschlossenen" Beschaffungspolitik der oeffentlichen Hand. Sie soll unter anderem den Softwarefirmen weiterhin erlauben, ihr Handwerk waehrend der Auftragsabwicklung zu lernen, was der Autor als erprobte Methode bezeichnet. Die Ausbildungskosten traegt bei dieser leider sehr verbreiteten Unsitte also der erste Auftragnehmer. Die Qualitaet der Gesellenstuecke ist naturgemaess auch die beste. Das zahlt also dann zweckmaessigerweise die oeffentliche Hand.

Die liebe, gute oeffentliche Hand! Keiner will etwas reinlegen, aber jeder was rausbekommen. Solange der Rubel rollt, klingt laut das hohe Lied der freien Wirtschaft. Sobald die Konkurrenz in Sicht ist, fluechtet man unter die Rockschoesse.

Im Ernst! Wie sollte das eigentlich geschehen? Vielleicht die Beschaffungsrichtlinien VOL/A etc. zugunsten der deutschen Software-Industrie ausser Kraft setzen? Oder den Zuschlag kuenftig nicht mehr an das preisguenstigste Angebot erteilen, sondern die aus volkswirtschaftlichen Gruenden foerderungswuerdigste Firma beauftragen?

Mit sparsamen Gruessen

Franz Mittermueller, Muenchen