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16.03.2001

Leserbriefe

"Dotcoms sterben, E-Business bleibt", siehe CW 2/01, Seite 7

Lernen von den Sex-Websites

Klaffende Ist-zu-Soll-Ergebnislücken sind mit B-to-B auch nicht zu ändern. Was zu ändern wäre, ist die Art und Weise, wie Unternehmen planen, vor allem budgetieren. Solange der Umsatz die Maßzahl allen Seins eines Unternehmens darstellt, wird sich aber das retroaktive Planen vom Umsatz ausgehend nicht ändern.

Das Internet ist immer noch eine Lösung, die nach einem Problem sucht. Warum sieht man nicht endlich ein, dass die Stärke des Internet nur in der Handhabung von digitalen Assets liegen kann. Information, Kommunikation und digitale Assets für Bild, Ton, Video und Software. Diese sollten jedoch nicht als kostenlose Vorleistung sinnlos verschenkt werden (300 Millionen Seiten Unsinn), sondern mit hoher Qualität verkauft werden. Hier könnte man von den Sex-Websites etwas lernen.

Kunden legen in der virtuellen Welt genau die gleichen Maßstäbe für Qualität und Vertrauenswürdigkeit an wie in der Realwelt. Vielleicht sogar etwas höhere. Und daran sind und werden die Dotcoms scheitern. Daran wird auch B-to-B scheitern. Sobald das hirnlos verteilte Internet-Kapital weg ist, werden alle zu einer normalen seriösen Geschäftstätigkeit zurückkehren müssen.

Ja, das Internet erleichtert die Geschäftstätigkeit. Aber nur in dem Maße in dem das Unternehmen Information nutzt oder verteilt, Kommunikation nutzt oder betreibt oder digitale Assets nutzt oder vemarktet, wird der Geschäftvorteil wirksam.

Ich sehe auch nicht, dass das Internet immer einen Vorteil bringt. Wir haben es in unserem Unternehmen gelernt, die persönliche Kommunikation nicht durch die digitale zu ersetzen. Und das macht uns stärker als jeden unserer Mitbewerber.

Wenn ich in der CW lese, dass das Business über das Internet bekanntlich die Geschäftsabläufe verändert, dann wundere ich mich über die erstaunliche Oberflächlichkeit oder Ignoranz der Beteiligten. Wir bleiben lieber integer und beraten unsere Kunden gewissenhaft.

Max Pucher

max.pucher@isis-papyrus.com

CW 4/01, Seite 6: Ist die Initiative "Schulen ans Netz" Aktionismus? (Frage der Woche)

Schulen vernetzen

Die Initiative "Schulen ans Netz" hat sicher ihre Berechtigung, sollte aber unbedingt von einer weiteren Initiative "Schulen vernetzt" begleitet werden. Denn was nützt schon ein Internet-Zugang, wenn dann der Flaschenhals in Form von zu wenigen und veralteten PCs in den Schulen folgt, die noch dazu nicht miteinander vernetzt sind. Da herkömmliche PC-Arbeitsplätze in traditioneller Client-Server-Konfiguration zu teuer und darüber hinaus in der Handhabung problematisch sind (großer Service- und Wartungsaufwand; fehlende Admins; Gefahr, dass Schüler Spiele und andere Programme über CD-ROM- oder Floppy-Laufwerke installieren), drängt sich hier der Einsatz von Thin Clients (kostengünstiger, sicherer, zukunftssicher und absolut wartungsfreundlich) auf.

Einen Weg, wie man Schulen mit dieser Technik ausstatten könnte, haben die Bertelsmann Stiftung und der amerikanische Halbleiterhersteller National Semiconductor kürzlich aufgezeigt. Sie statteten die Berliner Jules-Verne-Oberschule mit einem Computernetz aus 53 Thin-Client-Computern, aus. Mit Hilfe der neuen Technik ist geplant, das Internet in den Unterrichtsalltag zu integrieren und darüber hinaus den Schülern den Zugriff auf einen internen, stets aktuellen Informations-Pool zu sichern. Es wäre für unser Bildungssystem und damit für die gesamte Volkswirtschaft wichtig, wenn solche Initiativen sowohl von der IT-Branche und der zugehörigen Presse als auch von der Politik unterstützt würden.

Kurt Löffler, PR & Elektronik,

D-81249 München