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16.05.2007

Lex Hilton

Paris Hilton ist, sagen wir jetzt einfach mal so, eine attraktive Frau.

Paris Hilton fährt allerdings auch betrunken Auto. Sie tut dies, obwohl sie wegen anderer Verkehrsdelikte bereits auffällig und von der Justiz dementsprechend gewürdigt wurde. Die entzog ihr deshalb die Fahrerlaubnis für 30 Tage. Was die Hotelerbin nicht hinderte, trotzdem wieder im alkoholeuphorisierten Zustand eine ihrer Karossen zu lenken.

Dafür soll sie jetzt für 45 Tage ins Gefängnis. Vielleicht. Das Urteil ist nämlich zwar gesprochen. Doch schon hat sich im Internet auf MySpace eine veritable Massenkundgebung ge-bildet. Innerhalb kürzester Zeit schlossen sich 12 000 Surfer dem Aufruf eines Hilton-Aficionados an, der Blonden solle doch Haftverschonung gewährt werden. Mittlerweile dürften es x-Tausende mehr sein, die für die Straffällige im Internet um Gnade vor Recht bitten.

Um es kurz zu machen: Wir finden diese Graswurzelbewegung toll. In der Tat ist es nämlich eine grandiose Idee, dass jetzt im Internet Recht gesprochen und geurteilt wird. User Content at its best.

Öffentliche Gerichtsverfahren, für die es ja massenhaft historische Vorbilder gibt, sollten ohnehin wieder hoffähig werden. Wir schlagen deshalb vor, dass analog dem European Song Contest via Handy-Abstimmung entschieden wird, wer wie lang in den Bau einfährt, wer mit einer Ermahnung davon-kommt etc. Als Präzedenzfall schlagen wir vor, dass Vox Populi, also Volkes Stimme, über die Begnadigung des RAF-Terroristen Christian Klar abstimmt. Schade, dass es als Option die Todesstrafe nicht mehr gibt. Das würde sicher die Killeranwendung für Mobile Computing.